Basel 12/2021

  • 05.12.2021
  • FC Basel – FC Lausanne-Sport 1:1
  • Super League (I)
  • St. Jakob Park (Att: 18.871)

Am Sonntagmorgen erwachte ich gegen 9 Uhr im Basler „Ibis Styles“ (***) und wollte nun natürlich das im Preis von 100 CHF (96 €) inbegriffene Frühstück genießen. Also ging es nach der Körperpflege hinunter zum Speisesaal. Dort war im Gegensatz zu meinen letzten Hotelaufenthalten mächtig was los und ich musste am Buffet erstmal Schlange stehen. Aber gut, morgens um halb zehn war auch die denkbar ungünstigste Zeit, um dort aufzuschlagen. 10 Minuten später saß ich mit lauter Leckereien am letzten freien Tisch. Es gab Rührei, Cipollata (kleine Kalbsbratwürstchen) und Obstsalat zum Start. Im zweiten Gang legte ich mir Körnerbrötchen mit Käse und Salami, sowie ein schokoladiges Rührküchlein auf’s Tablett. Dazu natürlich Kaffee und O-Saft. Um 11 Uhr checkte ich aus und verfügte nun noch über rund drei Stunden für Sightseeing.

Hotelimpressionen

Übrigens wurde einem vom Hotel, wie schon jüngst in Luzern und Bern, eine Gästekarte der Stadt ausgehändigt. Mit der „Basel Card“ konnte ich den ÖPNV gratis nutzen und hätte an diversen Museumskassen 50% Nachlass bekommen. Aber obwohl Basel hervorragende Museen ausweisen kann, kam für mich heute nur das kostenlose „Freilichtmuseum“ namens Basler Altstadt in Frage. Da sich mein Hotel jedoch im Quartier St. Alban befand, begann dort die kleine Zeitreise. St. Alban wird von einem ca. 5 km langen Kanal namens Dalbedych durchzogen, der bereits im 12.Jahrhundert zu gewerblichen Zwecken angelegt wurde. Mit der Wasserkraft wurden zunächst Getreidemühlen und ab dem Spätmittelalter Papiermühlen betrieben. Entlang des Gewässers sind Informationstafeln zu dessen Geschichte installiert, die mir vermittelten welche kulturhistorische Bedeutung der Kanal für Basel hat. Insbesondere im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit wurde Basel ein Zentrum der Papierherstellung und des Buchdrucks. Aber dazu an entsprechender Stelle mehr.

Unterwegs im Basler St.-Alban-Tal

Gehen wir lieber erst zu den Ursprüngen der Stadt, welche in der Bronzezeit liegen. Für 900 v. Chr. ist bereits eine befestigte Siedlung auf dem Basler Münsterhügel nachgewiesen. In der prärömischen Antike war Basel dann von einem keltischen Stamm besiedelt. Mit der Eroberung Galliens durch Caesar um 52 v. Chr. geriet auch die Region links des Hochrheins unter römische Herrschaft. Die Römer übernahmen zwar die strategisch günstig gelegene Siedlung auf dem Basler Münsterhügel, gründeten allerdings 44 v. Chr. rund 10 km rheinaufwärts zusätzlich die Colonia Augusta Raurica (heute Kaiseraugst). Dort errichteten sie eine Brücke über den Rhein, ein Forum, sowie Tempel, Thermen und Theater. Nach mehreren Jahrhunderten der Prosperität überstand Augusta Raurica jedoch den Zusammenbruch des Römischen Reichs und die Wirren der Völkerwanderung nicht so gut. Deshalb konnte Basilia seinem Nachbarn Augusta Raurica wieder den Rang ablaufen. Aufgrund der Einfälle von germanischen Stämmen in die gallorömischen Provinzen wurde bereits um das Jahr 400 der Bischofssitz temporär von Augusta Raurica ins besser zu verteidigende Basilia verlegt (das Christentum fasste am Hochrhein im 3.Jahrhundert Fuß). Zugleich begann Rom seine Truppenkontingente aus den nordalpinen Provinzen abzuziehen.

Eine Statue von Lucius Munatius Plancus, dem mutmaßlichen Stadtgründer von Augusta Raurica, im Innenhof des Basler Rathaus

Unter den Franken, welche die Römer in der Region beerbt hatten, blühte Basel im Frühmittelalter auf. Seit dem 7.Jahrhundert ist Basel dauerhafter Bischofssitz und die Bischöfe dieser Diözese waren oft geschätzte Berater der fränkischen Könige und Kaiser. Zu Zeiten Karl des Großen entstand unter Bischof Haito im 9.Jahrhundert eine erste Kathedrale auf dem Münsterhügel. Von 999 bis 1803 war der Bischof von Basel schließlich sogar Fürstbischof, ergo zugleich ein weltlicher Landesherr im Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation (HRR). Sein Machtbereich erstreckte sich über weite Teile der heutigen Kantone Jura, Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Der Machtzuwachs sorgte natürlich auch für einen Ausbau der Kathedrale und der fürstbischöflichen Residenz auf dem Münsterhügel. Ab 1185 bekam das Basler Münster sein bis heute im Wesentlichen erhaltenes spätromanisches Antlitz, welches nach einem schweren Erdbeben im Jahre 1356 mit gotischen Elementen beim Wiederaufbau ergänzt wurde.

Das Basler Münster

Wenige Jahre vor dem Erdbeben hatte bereits die erste große Pestwelle Europa ergriffen und machte auch vor Basel nicht halt. Noch vor dem ersten Ausbruch der Seuche herrschte zum Jahreswechsel 1348/49 Pogromstimmung in der Stadt, die sich bald entladen sollte. Die Motive waren dabei ähnlich wie beim Berner Pogrom von 1294 gelagert. Zum einen war ein Großteil der Basler Honoratioren bei jüdischen Kreditgebern hoch verschuldet, zum anderen waren die im 1212 gegründeten Stadtrat vertretenen Patrizierfamilien (die so genannten Achtburger) selbst ins Bankgeschäft eingestiegen. Ein Pogrom war nun die Gelegenheit die Schuldbriefe zu vernichten und zugleich die Konkurrenz durch die jüdischen Geldverleiher auszuschalten. Nach den Horrorberichten aus bereits von der Pest heimgesuchten Städten, stachelte man also den stets gewaltbereiten Pöbel der Stadt auf, dass eine jüdische Verschwörung gerade überall in Europa die Brunnen vergiften würde, um die Christen auszurotten. Es zogen bald Banden durch Basel, um der hiesigen jüdischen Gemeinde habhaft zu werden. Die Juden wurden auf einer Rheininsel in Holzhütten gesperrt und dort am 16.Januar 1349 bei lebendigem Leib verbrannt. Damit waren die monetären Ziele dieses Pogroms erreicht, aber die vorgeschobene Pandemieprävention gelang selbstredend nicht.

Die kunstvollen Fenster im Münster

Natürlich fand der Pesterreger bald den Weg nach Basel und wütete dort im Mai 1349 erstmals. Doch auch hier waren die Schuldigen schnell gefunden. Man zwang jüngst zum Christentum konvertierte Juden unter Folter zum Geständnis, dass sie die Brunnen der Stadt vergiftet haben. Ich würde so gerne behaupten, dass wir das finstere Mittelalter hinter uns gelassen haben. Aber man muss nur mal in unseren Tagen den Ausführungen von Querdenkern über George Soros oder Bill Gates lauschen. Da weiß man, dass antisemitische Verschwörungsmythen bei einem Teil der Gesellschaft immer noch wie vor 650 Jahren funktionieren. Der zeitgenössische Pöbel glaubt an völlig absurde Theorien und radikalisiert sich zunehmend. Mordaufrufe, Fackelaufmärsche bei Privatadressen von Politikern oder Anschläge auf Impfzentren sind mehr als nur bedauerliche Einzelfälle. Selbst vor Mord schrecken die Verwirrtesten oder Radikalsten dieser Szene nicht mehr zurück (ein Maskengegner erschoss einen Tankwart, ein Impfgegner sich und seine gesamte Familie). Ein zeitreisender Strafverteidiger würde vielleicht ins Felde führen, dass die einfachen Menschen im 14.Jahrhundert keine Schulbildung hatten, Analphabeten waren und keine Möglichkeit hatten sich selbst zu informieren (was von der Kanzel was gepredigt wurde, hat man nicht hinterfragt). Aber in den 1930er Jahren und erst recht heute? Da müsste man eigentlich andere Maßstäbe anlegen. Vielleicht glauben manche Menschen unabhängig vom gesellschaftlichen Entwicklungsgrad einfach lieber an blöde und widerlegbare Scheiße und leben damit bewusst ihren Hass aus? Dazu gibt es natürlich auch in der Gegenwart Menschen, die gezielt Desinformationen verbreiten und Hass schüren, um daraus wirtschaftlich oder politisch Kapital zu schlagen. Ist die Pandemie vorbei, finden sich wieder neue Zielscheiben für Hetz- und Desinformationskampagnen oder Verschwörungserzählungen (Umvolkung, Islamisierung, Ökodiktatur…).

Rest der mittelalterlichen Stadtmauer

Doch zurück ins spätmittelalterliche Basel…Schon bald nach den großen Katastrophen des 14.Jahrhunderts konnte der Stadtrat einen großen Machtzuwuchs verzeichnen. Denn 1386 verpfändete der Bischof die Hoheitsrechte über die Stadt an den von den Patrierfamilien und Zünften dominierten Rat. Damit war die Stadt de facto unabhängig von ihrem Bischof und Landesherren geworden. Und weil der Bischof anscheinend immer noch knapp bei Kasse war, verkaufte er den Basler Bürgern 1392 das rechtsrheinische Kleinbasel. Mit der Vereinigung von Klein- und Großbasel breitete sich die Stadt nun an beiden Ufern des Rheins aus. Im Jahr 1400 erwarb die Stadt vom Bischof außerdem die Ämter Liestal, Waldenburg und Homburg und kam nun territorial mit dem eidgenössischen Stadtstaat Bern in Berührung. Es kam zu Freundschaftspakten mit Bern und Solothurn, so dass man sich in der ersten Hälfte des 15.Jahrhunderts den Orten der Eidgenossenschaft annäherte.

Gesellschaftsstube zur Mücke (hier logierten die Patrizier der Achtburger im Spätmittelalter)

Im Alten Zürichkrieg (1440 – 1446) kämpfte Basel schliesslich an der Seite der Eidgenossenschaft gegen die Franzosen. Dabei kam es am 26.August 1444 vor den Toren Basels zur Schlacht bei St. Jakob an der Birs, als 200 Basler und 1.300 Eidgenossen sich einem französichen Invasionsherr von ca. 20.000 Mann entgegenstellten. Zwar erlitten die Franzosen schwere Verluste (man geht von bis zu 4.000 Gefallenen aus), zogen aber letztlich dank ihrer Übermacht siegreich vom Felde. Doch moralischer Sieger waren die Eidgenossen, deren Heldenmut in ganz Europa Kunde machte und den vis-à-vis den bei der Schlacht anwesenden französischen Kronprinzen tief beeindruckte. Der sah nun von der Eroberungs Basels und dem weiteren Vorstoß gen Zürich ab. Stattdessen schloss er in Ensisheim mit der Eidgenossenschaft Frieden, was zugleich die Anerkennung des eidgenössischen Bundes durch Frankreich bedeutete.

Das St. Jakobs-Denkmal zur Erinnerung an die Schlacht bei St. Jakob an der Birs im Jahre 1444

Mit den Erfolgen im Alten Zürichkrieg wuchsen die acht Orte der 1291 gegründeten Eidgenossenschaft weiter zusammen. Das bisher lockere Bündnis wurde fester geknüpft und nach außen trat das Oktett fortan wesentlich selbstbewusster auf. 1481 schlossen sich Solothurn und Fribourg (Freiburg im Üechtland) dem Bund an und am 13.Juli 1501 trat auch Basel der Eidgenossenschaft als elfter Ort bei. Das untermauerte das Bestreben sich nun endgültig von der weiterhin formellen Hoheit des Bischofs und der Zugehörigkeit zum HRR zu lösen. Der prunkvolle Rathausneubau von 1504 war ein weiteres Zeichen des neuen bürgerlichen Selbstbewusstseins. 1521 gab sich die Stadt ferner eine neue Ratsverfassung, bei der die Besetzung des Rates und der höchsten Ämter einzig den Bürgern zugestanden wurde. Der letzte Einfluss des Bischofs auf den Rat, in welchen er bis dato ebenfalls Vertreter entsenden konnte, erlosch damit. Dazu wurden die Sitze der acht priviligierten Patrizierfamilien (Achtburger) von zwölf auf zwei verringert.

Teil der prunkvollen Rathausfassade aus dem frühen 16.Jahrhundert, an jener auch heraldisch die Zugehörigkeit zur Eidgenossenschaft manifestiert wird

Die den Rat nun nominell domierenden Zünfte trieben in der Folgezeit die Reformation in Basel voran. 1529 kam es zum Bildersturm in den Gotteshäusern und der Bischof mitsamt des katholischen Klerus verließ die Stadt. Der Bischofssitz wurde nun nach Pruntrut ins Jura verlegt, den Namen „Bistum Basel“ behielt man jedoch bis heute bei. Basel entwickelte sich derweil zu einem Zentrum der Reformation, was nicht zuletzt an der 1460 gegründeten Universität Basel lag. Hier wirkte ab 1514 der Humanist Erasmus von Rotterdam, dessen Schüler wiederum der Basler Reformator Johannes Oekolampad war (ab 1522 selbst Inhaber eines Lehrstuhls an der Universität Basel). Auch Johannes Calvin lebte in den 1530er Jahren in Basel und schrieb dort sein Hauptwerk „Institutio Christianae Religionis“. Dieses Buch wurde 1536 erstmals in Basel gedruckt. Die Papiermühle im St.-Alban-Tal (1433 erbaut) und die im Anschluss gegründeten Druckereien (ab 1468) machten Basel zu Beginn der Neuzeit zu einem Zentrum des Buchdrucks. Von hier konnten sich die Schriften der Reformatoren in gedruckter Form europaweit verbreiten. Folgerichtig wurde Basel 2015 der Ehrentitel „Reformationsstadt Europas“ durch die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen verliehen.

Wasserrad am Schweizerischen Museum für Papier, Schrift und Druck im St.-Alban-Tal

Vom Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) blieb die heutige Schweiz mitsamt Basel nahezu verschont. Dennoch durfte man einen Abgesandten zu den Friedensverhandlungen in Münster schicken. Der Basler Bürgermeister Johann Rudolf Wettstein vertrat die Eidgenossenschaft dort und erreichte im Westfälischen Friedensschluss die Anerkennung der Eidgenossenschaft durch die damaligen Großmächte. Alle eidgenössischen Orte waren nun formell vom HRR gelöst und souveräne Einzelstaaten. Dafür lief es für die Schweiz in den manchmal auch als „Zweiten Dreißigjährigen Krieg“ titulierten Koalitionskriegen (1792 – 1815) nicht so glimpflich ab. Die Kantone schickten bereits 1792 Truppenkontingente nach Basel, um die Grenze gegen Frankreich zu sichern. 1798 schwappte jedoch die Revolution aus dem Nachbarland herüber. Basel wurde von französischen Truppen besetzt und am 5.Februar trat die Basler Nationalversammlung als erstes revolutionäres Parlament der Schweiz zusammen. In der Folgezeit gelang es den Franzosen die gesamte Eidgenossenschaft zu besetzen und in einen Einheitsstaat nach französichem Vorbild zu transformieren (Helvetische Republik).

Das St.-Alban-Tor blieb als eines der wenigen Stadttore im 19.Jahrhundert erhalten

1803 endet jedoch dieses republikanische Intermezzo und eine zehn Jahre anhaltende Phase der Mediation beginnt, in der man als föderalistische neue Eidgenossenschaft weiterhin unter französischem Einfluss blieb. 1813 proklamierte man jedoch seine Neutralität im weiterhin andauernden Krieg und diese wurde 1815 auch auf dem Wiener Kongress von den gegen Napoleon Bonaparte siegreichen europäischen Mächten anerkannt. Dazu wurde die französische Festung Hüningen vor den Toren Basels geschliffen, von der die Stadt mehrmals beschossen wurde und sich permanent bedroht fühlte. Das ehemalige weltliche Fürstbistum Basel wurde in Wien ebenfalls aufgelöst und territorial zwischen den Kantonen Bern und Basel aufgeteilt. Die jurassischen Besitzungen und das Laufental fielen an Bern, während Basel die ehemaligen bischöflichen Vogteien Birseck und Pfeffingen zugesprochen bekam.

Bebauung aus dem 19.Jahrhundert am Basler Marktplatz

In den 1830er Jahren begehrte allerdings das Landvolk gegen die Stadt Basel auf. Am 26.Oktober 1830 wurde Bürgermeister Wieland eine Petition von 40 Landbürgern überreicht. Sie forderten die Revision der Verfassung und eine Gleichstellung von der Stadt und der bisher in der Regierung unterrepräsentierten Landschaft. Da die Stadt der Landschaft politisch jedoch nur unzureichend entgegenkam, bildete sich am 7.Januar 1831 die erste provisorische Regierung der Landschaft. Mit Waffengewalt und Unterstützung der Eidgenossenschaft versuchte die Stadt den Aufstand niederzuschlagen. Es gelang jedoch nicht die ländlichen Gemeinden zu befrieden. Am 26.August 1833 sprach sich die eidgenössische Tagsatzung (die parlamentarische Versammlung der Abgesandten der Kantone) letztlich für die Trennung in zwei Halbkantone aus. Seitdem existiert die bis heute gültige Teilung des Kantons Basel in die beiden Halbkantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft.

Der Braune Mutz, über 100 Jahre altes Lokal am Barfüßerplatz

Basel kam dank der Industrialisierung jedoch auch ganz gut ohne sein rurales Umland zurecht. 1844 fuhr der erste Zug der Schweiz aus dem französischen Saint-Louis in Basel ein. Fortan war Basel auf der Schiene mit Strasbourg (Straßburg) verbunden. Das war vielleicht der Startschuss für die Industrialisierung, in jener Basel zur bedeutendsten Industriestadt der Schweiz aufstieg. 1857 wurde nicht nur die mittelalterliche Stadtmauer zur Erweiterung des Stadtgebiets abgetragen, sondern Johann Rudolf Geigy-Merian und Johann Jakob Müller-Pack eröffneten außerdem die erste Basler Fabrik zur Herstellung von Farbstoffen. 1859 nahm Alexander Clavel in seiner Seidenfärberei die Produktion des Farbstoffs Fuchsin auf und 1886 gründeten Alfred Kern und Edouard Sandoz das Chemieunternehmen Kern & Sandoz im Basler St.-Johann-Quartier. Alle drei historischen Unternehmen aus der Gründerzeit sind mittlerweile im Pharmagiganten Novartis AG aufgegangen (Jahresumsatz 2020: ca. 50 Mrd. USD).

Unter Basels Weihnachtsbäumen dürften überdurchschnittlich teure Geschenke liegen

Übertroffen wird dieses Ergebnis sogar noch von einem weiteren Basler Pharmakonzern. Nämlich der Roche Holding AG (Jahresumsatz 2020: ca. 62 Mrd USD), die aus der 1896 gegründeten Firma F. Hoffmann-La Roche hervorging. Mit der Syngenta AG und der Lonza Group sitzen dazu zwei weitere Konzerne mit Milliardenumsatz aus dem Chemie- und Pharmabereich in Basel und die 1863 als Basler Versicherungsgesellschaft gegen Feuerschaden gegründete Bâloise Holding AG ist eine der größten Versicherungsgesellschaften der Schweiz. Weitere Industriezweige der Stadt sind u. a. Maschinenbau, Textilverarbeitung und Nahrungs- und Genussmittelproduktion. Darüberhinaus begründete die jahrhundertelange Tradition in Papierherstellung und Buchdruck die Gründung von etlichen Verlagshäusern. Basel produziert heuer circa 20% des Schweizer Exportvolumens und erwirtschaftet ein Drittel des nationalen BIP.

Damit sind wir ja eigentlich schon in der Gegenwart und überspringen einfach mal Basel in den Weltkriegen des 20.Jahrhunderts. Aber das Wesentliche, was ich im Bericht aus Bern dazu niedergeschrieben habe, gilt auch für Basel. Nur, dass durch die direkte Grenzlage zu Frankreich und Deutschland – und obendrein den Badischen Bahnhof als deutschen Brückenkopf auf Basler Stadtgebiet – die Kriege in Basel spürbarer waren, soll nicht unerwähnt bleiben. Im Zweiten Weltkrieg hätten die Schweizer Streitkräfte Basel bei einem Angriff auch gar nicht erst verteidigt und zur offenen Stadt erklärt. Aber bis auf ein paar verirrte Fliegerbomben, gab es keine konkreten Kriegsschäden in Basel und nach dem Zweiten Weltkrieg ging es rasch wieder mit der lokalen Wirtschaft aufwärts. Als Überleitung zum besuchten Fußballspiel erwähne ich aber gerne noch, dass die mittlerweile in Nyon ansässige UEFA 1954 in Basel gegründet wurde und während der Fußballweltmeisterschaft im selben Jahr u. a. das Halbfinale Deutschland vs. Österreich (6:1) im Basler St.-Jakob-Stadion ausgetragen wurde.

Der St.-Jakob-Park von außen

Jenes Stadion, welches als St.-Jakob-Park auch Spielort der EM 2008 war und damals seine letzte große Modernisierung erhielt, erreichte ich heute gegen 14 Uhr. Eine Viertelstunde später war Anpfiff der Partie FC Basel vs. Lausanne-Sport. Es traf der Zweitplatzierte auf den Zweitletzten der schweizerischen Super League. Aufgrund des deutlichen Siegs des FC Zürich gegen den FC Luzern am Vorabend (4:0) musste der FCB gegen die Gäste aus der Romandie gewinnen, um auf Tuchfühlung mit dem von André Breitenreiter gecoachten Tabellenführer aus Zürich zu bleiben. Ein Billet für diese Partie hatte mich 19 CHF gekostet und ich platzierte mich im Stadioneck mit guter Sicht auf beide Fanlager. Dieser Eckbereich hatte sich auch schon bei meinem letzten Stadionbesuch in Basel im August 2015 bewährt.

Der St.-Jakob-Park von innen

Allerdings wurde beim damaligen Traditions- und Hassduell zwischen dem FCB und dem FCZ tifomäßig deutlich mehr geboten. Wir haben zwar aktuell die beste Super League aller Zeiten in der Schweiz (die Top 10 der Ewigen Tabelle stellen die zehn Teilnehmer, was logischerweise kommende Saison schon nicht mehr gegeben ist), aber ein gewisses Gefälle herrscht fantechnisch natürlich trotzdem. Lausanne hat eine respektable Szene, macht aber eben nicht überall auswärts Abriß und war heute lediglich mit einer Busladung vertreten. Nichtsdestotrotz trällerten sie am heutigen Nachmittag unentwegt ihre französischen Liedchen und Melodien und wenn die Muttenzer Kurve sich mal eine kleine akustische Pause erlaubte, waren sie in meinem Block auch gut zu vernehmen. Außerdem hatten sie noch Unterstützung von befreundeten Fans des FC Solothurn. Ich hoffe ich sehe die „Loz Boys“ & Co diese Saison nochmal im Derby gegen Servette. Da dürfte ihr Mobilisierungsgrad deutlich höher liegen und optisch dürfte sicher mehr als nur Schals und Schwenkfahnen geboten werden.

Der Gästeblock am heutigen Nachmittag

Die Muttenzer Kurve lieferte heute auch nur „Business as usual“, aber das ist natürlich trotzdem gut. Laut, abwechslungsreich und hohe Mitmachquote zeichnen diese Fankurve aus, die selbstredend zu den Top 3 der Eidgenossenschaft zu zählen ist. Auch das vor ihr angefeuerte Team war zunächst klar tonangebend. Allerdings igelte sich der Abstiegskandidat vom Nordufer des Genfersees erwartungsgemäß hinten ein und es dauerte rund 25 Minuten, bis der FCB zum ersten gefährlichen Torabschluss kam. Arthur Cabral köpfe jedoch aus kurzer Distanz neben das Gehäuse. Rund zehn Minuten später legte Edon Zhegrova für Liam Millar auf, doch dessen dessen Schuss parierte Lausannes Tormann Mory Diaw mit dem Fuss. Diaw musste sich übrigens bei jedem Abschlag „Arschloch, Wichser, Hurensohn!“ aus dem Basler Fanblock anhören. Da sind die Fans aus der Muttenzer Kurve eindeutig Oldschool-Asis.

Die Muttenzer Kurve am heutigen Nachmittag

Übrigens hatten die Basler heute ein Banner mit der Aufschrift „5.12.04 – Wir vergessen nie“ am Zaun hängen. Das erinnerte an eine willkürliche Machtdemonstration der Zürcher Polizei am Bahnhof Altstetten vor genau 17 Jahren. Damals waren rund 650 Fans, darunter auch der harte Kern der Ultràszene, mit dem offiziellen Sonderzug zum Auswärtsspiel bei den Grasshoppers gefahren. Am Bahnhof Zürich-Altstetten endete diese Fahrt vorzeitig. Ein Großaufgebot der Polizei hatte den Bahnhof hermetisch abgeriegelt. Es war wohl nicht geplant die Fans von hier zum Stadion zu begleiten oder in Shuttlebusse zu stecken, sondern alle Fans sollten festgehalten und einzeln kontrolliert werden. Dabei kam es zu Versuchen die Polizeiketten zu durchbrechen oder sich anderweitig der Kontrolle zu entziehen, was von der Polizei mit Tränengas und Gummischrot unterbunden wurde.

„5.12.04 – Wir vergessen nie“ ist bei dieser Bildqualität nur erahnbar in der Bildmitte

Ungefähr 200 Fans, die von der Polizei als unbedenklich eingestuft wurden, durften irgendwann zum Stadion. 427 Zuginsassen wurden dagegen mit bereitstehenden Gefangenentransportern in eine Polizeikaserne verfrachtet. Dort verpassten die Festgenommenen nicht nur das ersehnte Fußballspiel, sondern mussten mit auf den Rücken gefesselten Händen stundenlang im Freien ausharren (darunter elf Frauen und 162 Minderjährige). Von den Abendstunden bis in die frühen Morgenstunden wurden die Fans peu à peu in die Freiheit entlassen. Gegen 21 der 427 Festgenommenen wurde im Nachgang ein Strafverfahren eröffnet, da es am Bahnhof Altstetten zu erwähnten Widerstandshandlungen und Beleidigungen gegen die eingesetzten Polizeikräfte gekommen war.

Das Ausbleiben von Gewaltaktionen vor, während und nach dem Spiel zeige klar – teilte die Stadtpolizei weiter mit -, dass es der Polizei gelungen sei, «jene Personen und Gruppierungen festzuhalten, die in der Vergangenheit immer wieder für Sachbeschädigungen, unbewilligte Demonstrationen und Gewaltakte verantwortlich» gewesen seien.

Neue Zürcher Zeitung am 07.12.2004

Der Fall schlug natürlich hohe Wellen und 214 Betroffene reichten Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen der Stadtpolizei Zürich wegen Freiheitsberaubung, Amtsmissbrauch und Nötigung ein. Die Polizei sah ihre Massenkontrolle jedoch als legitim an, um Ausschreitungen im Umfeld der Fußballpartie GC vs. FCB zu unterbinden. Da die Basler Hooligans allerdings per PKW angereist waren, kam es dennoch zu Auseinandersetzungen zwischen Basler und Zürcher Gewalttätern an diesem Tag. Ferner wurden die wenigen anwesenden Basler Fans beim Verlassen des Stadions von Zürcher Problemfans attackiert. Die durchschnittliche Haftdauer von siebeneinhalb Stunden, sowie die damit verbundenen Unannehmlichkeiten für die Festgenommenen seien laut Polizei durch die Überlastung der Infrastruktur bedingt gewesen. Denn man habe angeblich nicht geplant gehabt so viele Fans festzunehmen, sondern es sollte lediglich eine Kontrolle aller Fans durchgeführt werden, um in deren Nachgang einschlägig bekannte Problemfans oder Mitführende von verbotenen Gegenständen in Gewahrsam zu nehmen. Die massiven Widerstandshandlungen hätten jedoch zu der Masseninternierung geführt.

Es habe sich um eine erstmalige, ungeplante Aktion gehandelt, deren Ausmass nur schwer abschätzbar gewesen sei. Deshalb könne die Haftdauer von durchschnittlich siebeneinhalb Stunden «gerade noch als gerechtfertigt und als verhältnismässig betrachtet werden».

Auch die über elfstündige Haftdauer von wenigen Fans könne «als absolute Ausnahme» noch toleriert werden, liege aber an der Grenze des Verhältnismässigen. Die Verpflegung der Festgenommenen und deren Rückreisemöglichkeiten hätten laut Strafkammer besser organisiert werden müssen.

Basler Zeitung vom 05.09.2008

Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich folgte der Darstellung der Polizei und fand auch den Einsatz von Tränengas und Gummischrot aus strafrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden. Im März 2007 wurde das Verfahren gegen die verantwortlichen Polizeifunktionäre eingestellt. Rund 60 Geschädigte legten beim Obergericht Rekurs gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft ein. Doch auch diese wurde am 5.August 2008 abgewiesen. Den Formulierungen im Urteil nach, fand das hohe Gericht die Maßnahme wohl auch grenzwertig („gerade noch als gerechtfertigt“, „absolute Ausnahme“, „an der Grenze des Verhältnismässigen“), folgte aber letztlich der Auffassung der Staatsanwaltschaft. Tja, auch 17 Jahre später wirkt die damalige Machtlosigkeit bei den Fans noch nach.

Protestbanner der Gäste aus der Romandie

Da können wir gleich nahtlos in die fanpolitischen Probleme der Gegenwart überleiten. Denn wie schon bei meinem Spielbesuch am Vortag, leerten sich auch im Basler St.-Jakob-Park zur 40.Minute die Fanblöcke. Protestiert wurde gegen die Einführung von personalisierten Tickets zur kommenden Saison. Die Hintergründe habe ich ja bereits im Bericht aus Sion (Sitten) ein wenig erläutert. In jedem Fall werden die Fankurven der Schweiz das nächste halbe Jahr noch nutzen, um die Maßnahme irgendwie zu stoppen oder wenigstens abzuschwächen. Allerdings droht nun mit einem generellen Gästeverbot schon das nächste Ungemach. Vorerst bis Jahresende und vorgeblich zur Pandemieeindämmung müssen alle Gästeblöcke geschlossen bleiben. Beide Problemfelder hat die NZZ jüngst ganz gut unter dem Titel „Personalisierte Tickets in den Fussballstadien: die KKJPD hat die Pläne aufgeschoben, aber nicht aufgehoben“ zusammengefasst.

Hier nochmal auf deutsch…

Wieder mit der gewohnten Unterstützung der Muttenzer Kurve im Rücken, begann der FCB auch die zweite Halbzeit dominant und drängte auf das 1:0. Ein Handelfmeter in der 55.Minute war nun die perfekte Gelegenheit dazu. Doch Arthur Cabral hämmerte seinen Strafstoß an die Querlatte. Es folgt Fassungslosigkeit in den Gesichtern um mich herum. Denn Cabral ist diese Saison mit 27 Toren in 29 Pflichtspielen der treffsicherste Akteur im Schweizer Fußball und jüngst sogar erstmals für die brasilianische A-Nationalmannschaft nominiert worden. Dass jemand aus der Schweizer Super League den Sprung zu einem europäischen Topclub schafft, konnte schon oft beobachtet werden (weil wir in Basel sind, nenne ich nur mal exemplarisch Mohamed Salah), aber die Berufung aus dieser eher zweitklassigen Liga in eine Top-5-Nationalmannschaft der Welt ist schon etwas Bemerkenswertes. Entsprechend ist auch halb Europa hinter dem 23jährigen Stürmer her, der mit einer zweistelligen Millionenablöse die etwas prekäre finanzielle Situation des FC Basel entspannen könnte.

So schaffen die Basler es also immer lauter zu singen…

Denn der Club startete mit einem strukturellen Defizit von 28 Mio € in die aktuelle Saison, nachdem David Degen die Mehrheitsanteile von seinem in der Fankurve verhassten Vorgänger Bern­hard Bur­gener übernommen hatte. Burgener, dessen Team Marketing AG seit 25 Jahren die TV-Rechte der „UEFA Champions Legaue“ vermarktet, hatte den FC Basel komplett neu und beinahe schon global aufstellen wollen. Er wollte im Bereich eSports in die internationale Spitze vorstoßen und investierte verhaltnismäßig hohe Summen in diese neu gegründete Abteilung. Dagegen machte die Fanszene mit der Kampagne „Esports dr Stegger zieh“ mobil. Ferner erwarb die FC Basel Holding AG für ca. 1 Mio € bei einem indischen Fußballclub 26% der dortigen Anteile. Höhepunkt war aber sicherlich der geplante Einstieg der britischen Investmentgesellschaft Centricus beim FCB. Centricus hatte im September 2020 gemeinsam mit Burgener die Briefkastenfirma Dream & Vision AG gegründet. Die Dream & Vision AG sollte dann Burgeners Anteile an der FC Basel Holding AG übernehmen und Centricus war angeblich bereit im ersten Step 20 Mio € frisches Kapital in den Club zu investieren. Allerdings hatten die anderen Gesellschafter Vorkaufsrecht. Minderheitsgesellschafter David Degen (bisher 10% an der Holding) machte davon Gebrauch und konnte so den Centricus-Deal verhindern. Zur gleichen Zeit plante Centricus offenbar kolportierte 6,5 Mrd € in die „UEFA Champions League“ zu investieren, was die 4,4 Mrd € Volumen der von den europäischen Topclubs geplanten Konkurrenzveranstaltung „Super League“ deutlich übertroffen hätte. War Burgener vielleicht der Strippenzieher, der UEFA und Centricus an einen Tisch brachte und das Investment in Basel ins große Ganze eingebettet?

Halbzeit 2 war zumindest auf dem Rasen ein nasses Vergnügen

Wie auch immer, die Basler Fanszene hatte auch gegen den Centricus-Deal aufbegehrt und wollte den Herzensclub natürlich nicht in den Händen einer renditeorientierten Investmentgesellschaft aus London sehen. Hunderte Dauerkarten wurden storniert und Tausende demonstrierten mehrfach gegen die Übernahme. Es folgte eine juristische Auseinandersetzung zwischen Degen und Burgener, aber die vertraglichen Regelungen unter den Gesellschaftern waren nicht anfechtbar. Degen hatte das Vorkaufsrecht und bekam das nötige Kapital rechtzeitig zusammen. Obwohl „Kind des Fußball“ und „Basler Jung“ – letzteres ist Burgener übrigens ebenfalls – wird der Ex-Bundesligaprofi David Degen (Kategorie „Mittelmäßige Fußballer der Bundesligageschichte“) wohl ebenfalls nicht die Träume aller Puristen erfüllen (ein geplantes Wintertrainingslager in Katar sorgte z. B. jüngst für Zoff), aber er war die einzige Alternative zu Burgener und dessen Vision und wurde deshalb aus der Kurve gestützt. Mal sehen wo es den FC Basel in nächster Zeit hinführen wird und damit zurück zum heutigen Spielgeschehen…

Les Lausannois célèbrent le 1:0

Auch in den kommenden 35 Spielminuten schaffte es der 20fache Schweizer Fußballmeister nicht seine Vorteile in Tore umzumünzen. Als Lausanne in der Nachspielzeit ebenfalls einen Strafstoß zugesprochen bekam und Stjepan Kukuruzović diesen souverän verwandelte (90+2.), schien es sogar so, als müsste Rot-Blau ganz mit leeren Händen in die Kabine trotten. Doch drei Minuten waren noch auf des Schiedsrichters Uhr und der FCB warf alles nach vorne. Das wilde Anrennen mit 11 Mann wurde in der 5.Minute der Nachspielzeit tatsächlich mit dem Ausgleich durch Pajtim Kasami belohnt. Nach sechs für beide Fanlager sehr emotionalen Minuten Nachspielzeit war Schluss und irgendwie konnte keiner so richtig zufrieden sein. Klar, als Abstiegskandidat hätte man eine Punkteteilung auswärts bei einem Spitzenclub im Vorfeld sicher sofort unterschrieben. Aber unter’m Strich waren zwei weitere wichtige Punkte zum Greifen nahe gewesen. Der FCB von 1898 hatte dagegen zwar das bessere Ende, aber für die eigenen Ansprüche ist dieses Remis natürlich zu wenig. Ziel ist Meister zu werden und möglichst in die CL- oder wenigstens die EL-Gruppenphase einzuziehen.

Mein Arme-Leute-Abendessen

Ich nahm nun um 16:20 Uhr den bereitgestellten Shuttlezug vom Stadionbahnhof zum Hauptbahnhof. Jetzt blieben mir noch 40 Minuten bis zur Abfahrt gen Hannover. Schweren Herzens investierte ich 5 CHF in eine „Chässchnitte“ und 1,60 CHF in eine Flasche „Rivella“. Eine Kleinigkeit musste noch in den Magen, bevor die fünfstündige Fahrt gen Heimat angetreten wurde. Sonntagnachmittag in der Schweiz Fußball und trotzdem noch deutlich vor Mitternacht im eigenen Bett liegen zu können, ist mal ein Grund die Deutsche Bahn zu loben. Sie bekommt wohl 2022 wieder den Zuschlag als mein bevorzugter „Mobility Partner“. Diese privilegierte Partnerschaft können „Schneppe Tours“ und die DB hoffentlich schon im Januar weiterpflegen. Aber die pandemische Lage hat da leider das letzte Wort. Bis dahin wünsche ich meinen treuen Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles erdenklich Gute für das Jahr 2022. Bleiben sie gesund und diesem Medium gewogen. Ach, und wenn sie mögen, folgen sie „Schneppe Tours“ doch auch auf Twitter. Verpassen sie dadurch keinen neuen Bericht mehr und zeigen sie, dass sie Teil einer einzigartigen Community sind. Und mit dem Code „SCHNEPPE10“ bekommen sie…

Song of the Tour: Ich verstehe nichts, aber ich glaube sie rappen über den FC Basel