Zürich 02/2022

  • 05.02.2022
  • Grasshopper Club Zürich – FC Zürich 1:3
  • Super League (I)
  • Stadion Letzigrund (Att: 16.112)

Im vierten Quartal des Jahres 2021 kehrte die Schweiz zurück auf mein Reiseradar. Warum nicht gleich im neuen Jahr daran anknüpfen? Denn Anfang Februar, am zweiten Rückrundenspieltag der Super League, lockte bereits das Zürcher Derby. Es drohte sogar mal wieder eine etwas größere Reisegruppe bei Schneppe Tours zu werden. Doch nachvollziehbare Bedenken aufgrund der so genannten Omikron-Wand – in der Schweiz bewegte sich die 7-Tage-Inzidenz auf die 3.000 zu – ließen die Teilnehmerzahl im Planungschat von 5 auf 2 schrumpfen. Am Ende blieben lediglich Fat Lo und ich übrig und hatten nicht nur GC vs. FCZ am Samstag, sondern auch FCSG vs. YB am Sonntag auf unserer Agenda. Entsprechende Zugtickets gab es wieder einmal zum Spottpreis. Für das Routing Hildesheim – Zürich – St. Gallen – München – Hildesheim wurden für Inhaber der BahnCard25 gerade einmal 38,15 € fällig.

Frühstückspause in Stuttgart

Einen Nachteil hatte der Schneppchenpreis allerdings; es ging diesmal nicht gewohnt um 7:41 Uhr mit dem ICE 71 gen Eidgenossenschaft, sondern bereits um 5:19 Uhr sollte in Hannover Abfahrt sein. Wir hätten nun 3:35 Uhr mit der S-Bahn oder 4:30 Uhr per PKW in Hildesheim aufbrechen können. Weil wir keine Spritkosten hatten und man in Göttingen kostenlos am Bahnhof parken kann, fuhren wir jedoch spontan in die südniedersächsische Studentenstadt und stiegen dort 5:52 Uhr unserem Fernzug zu. Zwei Stunden dösen, eine Stunde quatschen und schon war der Stuttgarter Hauptbahnhof erreicht. In der Hochburg der Querdenker (quasi süddeutsche Dullis next level) hatten wir über eine Stunde Aufenthalt und dachten uns, dass ein kleiner Streifzug durch die Innenstadt ideal wäre. Die Morgensonne machte uns munter und in der Warmtheke der Metzgerei Schneider lachten uns die Leberkäslaibe an. Serviert im knusprigen Weckle war der Fleischkäse auch tatsächlich ein Hochgenuss.

Hotelteppich, maybe inspired by M. C. Escher

10:29 Uhr startete unser InterCity von Stuttgart nach Zürich und mit Gösser Naturradler stießen wir auf einen bisher reibungslosen Reiseverlauf an. Landschaftlich reizvoll rollte der Zug auf den Schienen der so genannten Gäubahn den Neckar entlang. Kurz hinter Singen war der Grenzübertritt in die Schweiz. Nun ging es über Schaffhausen, mit feinstem Panoramablick auf den Rheinfall, weiter nach Zürich. Gegen 13:30 Uhr erreichten wir die heimliche Hauptstadt der Alpenrepublik, in der ich in meiner Kindheit viel Zeit verbracht habe und deshalb besonders gespannt war, welche persönlichen Erinnerungen noch geweckt werden können. Doch zunächst einmal ging es ins rund 1.000 Meter vom Bahngleis entfernte Hotel, um unser Gepäck loszuwerden.

Ausblick vom Lindenhof

Ich hatte uns ins Ibis Styles Zurich City Center (***) eingebucht. Die riefen von Samstag auf Sonntag nur 110 CHF für ein Zwei-Bett-Zimmer inklusive Frühstück auf (Sonderpreis für besonders loyale Kunden der Accor Group). Beim Check-in waren pro Kopf noch 2,50 CHF Tourismusabgabe zu entrichten, aber das machte den Kohl auch nicht mehr fett. Da das Hotel just im vierten Quartal 2021 eröffnet wurde, gab es an den Zimmern selbstverständlich nichts auszusetzen. Für den Style des Hotels hatte man sich übrigens bei M. C. Escher bedient und dessen optische Illusionen waren auf den Fluren und in den Zimmern zu finden. Doch die Designaspekte unserer Unterkunft interessierten vorerst herzlich wenig. Wir wollten wieder raus in die Sonne und Zürichs Zauber genießen.

Römischer Grabstein (um 180 n. Chr.) mit der ersten namentlichen Erwähnung von Turicum

Natürlich hatte ich einen kleinen touristischen Rundgang vorbereitet. Zum Einstieg ging es vom Hotel auf den nahen Lindenhofhügel. Auf dieser Anhöhe am Fluss Limmat hatten in der Eisenzeit bereits die keltischen Helvetier gesiedelt. Kurz vor Christi Geburt unterwarfen die Römer die Helvetier und auf dem Lindenhof entstand ein Vicus (unbefestigter Marktflecken) nebst römischer Zollstation namens Turicum. Erst die Einfälle der Alemannen im 3.Jahrhundert bewegten die Römer dazu Turicum zu befestigen. Als das Römische Reich im 5.Jahrhundert seine Provinzen nördlich der Alpen räumte, vermischte sich die gallo-römische Bevölkerung Turicums – wie nahezu im gesamten Territorium der heutigen Schweiz – mit germanischen Stämmen. Zunächst waren es Alemannen und Burgunden, deren Reiche jedoch im 6.Jahrhundert von den Franken unterworfen wurden.

St. Peter (übrigens die größte Turmnuhr Europas mit einem Durchmesser von 8,64 Metern)

Bei der Fränkischen Reichsteilung im Jahre 843 fiel Zürich mit an das Ostfrankenreich unter Ludwig dem Deutschen (und wurde somit später Teil des Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation). Damals dürfte sich auf dem Lindenhof eine fränkische Königspfalz befunden haben und die nahe Kirche St. Peter existierte bereits als geistiges Zentrum (erste urkundliche Erwähnung der Kirche 857, Weihe vermutlich jedoch schon einige Jahrzehnte früher). Zusammen mit Grossmünster und Fraumünster prägt St. Peter bis heute die Altstadtsilhouette Zürichs und auch die Geschichte der beiden anderen berühmten Kirchen beginnt schon im 9.Jahrhundert. Dabei sind Grossmünster und Fraumünster eng mit der Legende der beiden Stadtheiligen Felix und Regula verknüpft.

Das Grossmünster

Gemäß ihrer Hagiographie fielen Felix und Regula der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian im frühen 4.Jahrhundert zum Opfer. Sie sollen ihren Märtyrertod am Zürcher Limmatufer gefunden haben. Als Hinrichtungsort gilt die kleine Limmatinsel, auf der heute die Wasserkirche steht. Allerdings wird in den frühmittelalterlichen Überlieferungen der Legende kein konkreter Platz ihres Martyriums genannt. Die Geschichte wurde erst im Hochmittelalter entsprechend ausgeschmückt und obendrein kam ein dritter Märtyrer namens Exuperantius hinzu, der seitdem zusammen mit Felix und Regula ein Trio bildet.

Von Sigmar Polke im 21.Jahrhundert neu gestaltete Fenster des Grossmünsters

Ihre letzte Ruhestätte fanden die Zürcher Sradtheiligen angeblich an der Stelle, wo heute das Grossmünster steht. Jeweils einen Kopf kürzer sollen die zwei Cephalophoren noch 40 Schritte vom Ufer den Hügel hinauf spaziert sein. Mutmaßlich wurde bereits im 8.Jahrhundert zum vermeintlichen Grab der Märtyrer gepilgert und Mönche gründeten dort eine Einsiedelei. In der ältesten bisher gefundenen Quelle zum Grossmünster aus dem Jahre 870 wird ein dortiges Konvent von Karl III. (Karl der Dicke) in ein Chorherrenstift umgewandelt. Fortan fungierte dessen Stiftskirche auch als Pfarrkirche für die Mindere (kleine) Stadt am rechten Limmatufer, während die Mehrere (große) Stadt bereits St. Peter als Pfarrkirche hatte.

In der Bildmitte ist das Fraumünster zu sehen (rechts St. Peter)

Das Fraumünster wiederum geht auf eine Klosterstiftung von Ludwig dem Deutschen aus dem Jahr 853 zurück. Ludwigs Tochter Hildegard wurde erste Äbtissin dieses Benediktinerinnenstifts und die als Reliquien verehrten vermeintlichen Totenschädel von Felix und Regula wurden in die 874 geweihte Kirche der Abtei überführt. Somit hatten die frommen Christen des Mittelalters die Wasserkirche (Ort der Hinrichtung), das Grossmünster (Ort der Grablege) und das Fraumünster (Ort der Reliquenaufbewahrung) als Pilgerstätten für ihre Verehrung von Felix und Regula (sowie Exuperantius). An dieser Stelle noch ein kurzer Ausflug in die Gegenwart; Grossmünster und Fraumünster haben in der jüngeren Vergangenheit sehr sehenswerte neue Fenster von zeitgenössischen Künstlern bekommen. Im Fraumünster haben sich u. a. Clement Heaton und Marc Chagall verewigt, im Grossmünster Augusto Giacometti und Sigmar Polke.

Die mittelalterliche Pfalzgasse

1219 erhielt Zürich die Reichsunmittelbarkeit vom römisch-deutschen König Friedrich II. beurkundet. Ferner erhob Friedrich II. die Äbtissinen des Fraumünsters in den Reichsfürstenstand. Bis 1433 bestätigten die jeweiligen Äbtissinnen die Stadtverfassung und vertraten Zürich nach außen. Im Inneren waren jedoch die dem König bzw. Kaiser unterstellten Reichsvögte und der Rat der Stadt Zürich die wichtigsten Machtfaktoren. Vögte, wie auch Ratsherrn, wurden von mächtigen Zürcher Rittergeschlechtern oder Patrizierfamilien gestellt. 1336 erwirkten die Handwerkszünfte jedoch eine neue Verfassung. Fortan umfasste der 26köpfige Stadtrat die Konstaffel (sieben Ritter und sechs Patriziere) und die Vorsteher der 13 Zürcher Handwerkszünfte. Diese so genannte Zunftverfassung blieb mit ein paar Anpassungen bis 1798 in Kraft. Folglich war Zürich bis zum Ende des Ancien Régime eine vom Handwerk geprägte Stadt und die Zünfte konnten die Wirtschaftsordnung zu ihren Gunsten gestalten (was insbesondere den Landzürcher Gewerbetreibenden den Zugang zum Stadtzürcher Markt verwehrte).

Historische Zunfthäuser am Limmatquai

Außenpolitisch versuchte man seine Unabhängigkeit und die städtischen Privilegien durch den Beitritt zur Eidgenossenschaft abzusichern. Am 1.Mai 1351 beschworen die Bürger von Zürich ein ewiges Bündnis mit den Urkantonen Uri, Schwyz und Unterwalden (heute Nidwalden und Obwalden) und der Stadt Luzern. Man erwehrte sich so dem Zugriff der Habsburger, während Kaiser Karl IV. (aus dem Hause Luxemburg) Zürich in den 1360er Jahren eine Reihe von Rechten und territorialen Ansprüchen rund um den Zürichsee überließ. Dabei kam es jedoch zwangsläufig zum Territorialkonflikt mit dem Bundesgenossen Schwyz am oberen Teil des Zürichsees. Dieser mündete im Alten Zürichkrieg (1440 – 1446), bei dem Zürich gegen den Rest der Eidgenossenschaft zu den Waffen griff und unterlag. Nach einem langen Schiedsverfahren, mit Bern als Mediator, wurden aber alle wieder Freunde und die Eidgenossenschaft war danach als Bündnis noch gefestigter.

Die Augustinergasse in der Zürcher Altstadt (hier stand dereinst das 1525 aufgelöste Augustinerkloster)

Zürich konnte seine Territorialpolitik im 15.Jahrhundert an anderer Stelle fortsetzen und insbesondere die Übernahme der Grafschaft Kyburg mitsamt der Stadt Winterthur sorgte für einen bedeutenden Zugewinn an Boden und Einfluss (wobei sich Winterthur ab 1467 als Munizipalstadt eine gewisse Autonomie bewahren konnte). Bis zum Ausklang des Mittelalters gelang praktisch der ganze heutige Kanton in den Besitz der Stadt und Zürich stieg wegen seiner wirtschaftlichen und militärischen Bedeutung gegen Ende des 15. Jahrhunderts zum Ort mit Vorrangstellung (Vorort) der alten Eidgenossenschaft auf.

Zunfthaus zur Waag am Münsterhof (Zunft der Wollen- und Leinenweber)

Kaum war die Expansion vorläufig abgeschlossen, brachte die Reformation neuen Unfrieden. Denn ab 1518 predigte der Reformator Huldrych Zwingli mit dem Segen des Stadtrats im Zürcher Grossmünster. Im Zuge der Reformation wurden die Klöster und Stifte säkularisiert und die Stadt kam so zu weiterem Wohlstand. Neben Genf und Basel wurde Zürich eines der drei großen Reformationszentren der heutigen Schweiz. Ferner sorgten Glaubensflüchtlinge aus Frankreich (Hugenotten) und dem Tessin für wirtschaftlichen Aufschwung. Es entstand eine Art dezentrale Textilindustrie, bei der die immigrierten Weberfamilien Rohmaterial von den Zürcher Kaufleuten erhielten und für diese in Heimarbeit zu festen Tarifen Textilien fertigten. Diese wurden dann von den Kaufleuten gewinnbringend exportiert.

Zwingli-Denkmal im Schatten der Wasserkirche

Nach dem formellen Austritt der Eidgenossenschaft aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation im Jahre 1648 wurde die ehemalige Reichsstadt Zürich mit ihrem Herrschaftsgebiet zu einer souveränen Stadtrepublik. Als sichtbares Zeichen der neuen Stellung wurde ein neues Rathaus gebaut, welches 1698 bezogen wurde. Da sich Zürich als Schutzmacht der Reformierten innerhalb der Eidgenossenschaft verstand, gab es immer mal wieder innerschweizerische Konflikte mit katholischen Kantonen wie Schwyz. Diese mündeten in den Villmergerkriegen. Beim ersten (1656) behielten die Katholiken noch die Oberhand, doch beim zweiten Villmergerkrieg (1712) konnte sich ein breites reformiertes Bündnis um Zürich, Bern und Genf gegen die katholischen Kantone durchsetzen. Fortan dominierten die Reformierten die Eidgenossenschaft politisch.

Das Zürcher Rathaus aus dem 17.Jahrhundert

Im 18. Jahrhundert wurde Zürich außerdem ein Zentrum der Aufklärung mit internationaler Strahlkraft. Hier wirkten Gelehrte wie Johann Jakob Bodmer, Johann Caspar Lavater, Johann Heinrich Pestalozzi und Christoph Martin Wieland. In Lesezirkeln und Debattierclubs kam das Bildungsbürgertum zur Blüte und in jener Zeit gab es in Zürich bereits mehrere Zeitungen. Davon existiert die 1780 gegründete Zürcher Zeitung als Neue Zürcher Zeitung (NZZ) sogar bis heute. Klar, dass auch der große Goethe mal am Zürichsee vorbeischaute und in den 1770er Jahren einen fruchtbaren Austausch mit Lavater hatte. Ideen der Aufklärung waren es auch, die 1798 das Ancien Régime zu Grabe trugen. Seinerzeit schwappte die Französische Revolution in die Eidgenossenschaft und es kam zur Helvetischen Revolution. Der Republik nach französischem Vorbild war allerdings nur eine kurze Lebensdauer vergönnt. Zwischen 1803 und 1815 war die Schweiz lediglich ein Vasallenstaat Frankreichs und anschließend begann wie in ganz Europa die Phase der Restauration.

In dieser Weinstube traf Goethe auf Lavater

Doch der Zustand von vor 1798 ließ sich nicht mehr erfolgreich restaurieren und mit der neuen Verfassung von 1831 wurde Zürich zu einer Art Musterstaat des Liberalismus. Die Gewaltenteilung wurde eingeführt und die Gleichheit aller Kantonsbürger festgeschrieben. Die politische Vorherrschaft der Stadtzürcher wurde gebrochen, indem fortan zwei Drittel der Ratssitze den Landzürchern zustanden. Der Zehnte wurde abgeschafft und der Zunftzwang aufgehoben. Stattdessen gab es nun Handels- und Gewerbefreiheit. Bei der zügig einsetzenden Industrialisierung profitierte Zürich von seinen Protostrukturen in der Textilindustrie und bekam 1847 einen Eisenbahnanschluss. Die Stadt an der Limmat entwickelte sich binnen kurzer Zeit zum wichtigsten Verkehrsknoten und stieg zum bedeutensten Industriestandort der Schweiz auf. Zürich unterlag zwar 1848 bei der Wahl zum Regierungssitz der Stadt Bern (genaueres dazu in meinem Reisebericht aus Bern), aber der Weg zur wirtschaftlichen und heimlichen Hauptstadt der Schweiz war ab Mitte des 19.Jahrhunderts vorgezeichnet.

Die 1906 gegründete Schweizerische Nationalbank am Bürkliplatz

Insbesondere der Politiker und Unternehmer Alfred Escher tat sich bei dieser Entwicklung hervor. Eschers Eisenbahngesellschaften erschlossen die Schweiz auf der Schiene und der Kapitalbedarf dieser Projekte wurde durch die 1856 von Escher eröffnete Schweizerische Kreditanstalt (Credit Suisse) gedeckt. Die Gründung der Schweizerische Lebensversicherungs- und Rentenanstalt (heute SwissLife) im Jahre 1857 trieb Escher ebenfalls voran. Beide Gründungen gaben den Anstoß von Zürichs Entwicklung zum internationalen Finanzplatz. Klar, dass Fat Lo und ich auch mal bei den historischen Bankgebäuden am Zürcher Paradeplatz vorbeischauten und dann die noble Bahnhofstraße entlang flanierten. In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhundert wurde diese als prächtiger Boulevard zwischen Bahnhof und Zürichsee errichtet. Sie ist heute eine der teuersten und exklusivsten Einkaufsstraßen der Welt.

Am Ufer des Zürichsees

Da Fat Lo und ich nach rund 2,5 Stunden Kulturspaziergang bei der Schweizerische Nationalbank am Bürkliplatz das Ufer des Zürichsees erreichten, wurde die Geschichte Zürichs im 20.Jahrhundert auf ein anderes Mal vertagt (Ausführungen zur allgemeinen Geschichte der Schweiz im 20.Jahrhundert gibt es u. a. in meinen Berichten aus Bern und Basel zu lesen). Während der Wissensdurst also vorläufig gestillt war, machte sich ein gewisses Hungergefühl in der Magengegend breit. Als kleinen Happen für zwischendurch gönnten wir uns Bratwurst vom nahen Sternen Grill am Bellevue.

Kalbsbratwurst vom Sternen Grill

Der Sternen Grill war schon in meiner Kindheit eine Institution. Nur hat die Wurst im Brötchen in den 1990er Jahren garantiert noch keine 8 CHF gekostet. Doch die Inflation ist natürlich nicht das Problem und 8 CHF ist für Zürich noch im Rahmen und wird keinen Schweizer Normalverdiener abschrecken. Schon gar nicht im Kanton Zürich, wo 9 % der Steuerzahler Millionär sind. Problem für meine deutsche Kaufkraft ist eher die Wechselkursentwicklung. Hätten der Schweizer Franken und die Währung meiner Einkünfte noch das Kursverhältnis von damals, würde die Wurst heuer vielleicht umgerechnet 4 bis 4,5 € kosten. Stattdessen waren es tagesaktuell 7,60 €. Vor 30 Jahren waren 100 CHF so ungefähr 105 DM (ca. 53 €) wert, heute wurde ich am Geldautomaten für 100 CHF mit 96 € belastet. Danke Merkel!!!

Erfrischung am Ufer des Zürichsees

Nach dem Wurstsnack erwarben wir im Supermarkt einen Sechserträger Quöllfrisch für 6,55 CHF und zechten die Kannen am Ufer des Zürichsees weg. Es wimmelte hier nur so von Menschen, die ähnlichen Motive wie wir hatten. Jeder hatte Bier oder andere alkoholische Getränke dabei und teilweise wurden kleine Häppchen genascht. Aber gut, es war Samstagnachmittag zur Apéro-Zeit und die Sonne schien. So versprühten nicht nur die am Seeufer paradierenden italienischen Sportwagen der Zürcher Millionäre ein gewisses südeuropäisches Flair. In einem Klischeereiseführer würde ich wohl schreiben, dass in Zürich die nordalpine Geschäftstüchtigkeit auf die südalpine Lebensart trifft. Tja, wenn man es sich leisten kann, ist Zürich auch wirklich eine sehr lebenswerte Stadt.

Auf zum FCZ

Da wir jeder 100 CHF abgehoben, konnten und wollten wir uns übrigens noch ein Abendessen leisten. Weil es schon auf 18 Uhr zuging, bewegten wir uns allerdings schon mal langsam in Richtung Stadion. Wir kamen dabei am Treffpunkt der Zürcher Südkurve im kleinen Stadtpark Bäckeranlage vorbei. War bereits ein beachtlicher Haufen, den wir schon bald in Bewegung sehen sollten. Denn kaum saßen wir im nahen Restaurant Hardhof, zog der Mob singend und fackelnd an unseren Fensterplätzen vorbei. Da schmeckte das servierte Cordon Bleu mit Rösti à 34 CHF gleich noch besser. Übrigens war diese panierte Schnitzeltasche nicht profan mit irgend einem Schmelzkäse und Formschinken gefüllt, sondern unsere Gaumen durften mit einem würzigen Raclettekäse und Rinderrohschinken intim werden. Das war wirklich ein Hochgenuss und für Zürcher Verhältnisse obendrein recht preiswert. In der Altstadt zahlt man sicher mehr oder bekommt für diesen Preis weniger Qualität.

Feinstes Cordon Bleu

Mit Bier und 9,6 % Trinkgeld waren wir jeder 45 CHF los und schritten gegen 19 Uhr erfreut die letzten Meter zum Stadion Letzigrund. Der Mob des FCZ hatte die Südkurve bereits gut gefüllt, aber ansonsten war im Stadion noch gähnende Leere. Erst gegen 19:30 Uhr gab es hinter der anderen Kurve Böller und Hektik zu vernehmen. Wir sahen im Augenwinkel Rennereien hinter der GC-Kurve. Aber keine Ahnung, ob es da zu einem Stadionsturm oder gar Feindkontakt gekommen war. Die Robocops machten sich jedenfalls auch ganz schnell auf zum GC-Sektor und die Lage war schnell beruhiht. Wir saßen übrigens zwischen beiden Lagern im Mittelblock der Gegengerade. Beste Plätze für Derbytouristen, die mit je 40 CHF zu Buche schlugen.

Die Südkurve kurz vor Spielbeginn

Gegen 19:45 Uhr marschierte dann ein vermummter Haufen von circa 250 Ultras in den Heimsektor ein, der heute aufgrund der Kräfteverhältnisse wie ein Gästeblock wirkte. Die Fans der Hoppers verkleinerten ihren Block auch sogleich mit zwei blauen Stoffbahnen. Ihre vielleicht 1.500 Leute im etatmäßigen Fanblock sollten wenigsten kompakt stehen. Einen Grund (oder eine Ausrede) für den eher schmeichelhaften Zuschauerzuspruch auf ihrer Seite klatschten sie in großen Lettern an den Zaun. „Trotz Exil a jedem Spiel“ war zu lesen.

Der etatmäßige GC-Fanblock

Denn leider wurde ihre Heimat, das 2008 abgerissene Hardturmstadion, bis heute nicht ersetzt und das Exil im Letzigrund (seit 1925 Heimatstadion des FC Zürich) ist zum unbefriedigenden Dauerzustand geworden. Kurioserweise will die Credit Suisse am Hardturm ein reines Fußballstadion mit gewerblicher Mantelnutzung und angeschlossenem Wohnkomplex finanzieren, welches ebenfalls von beiden Rivalen genutzt werden soll. Das Projekt wurde der Bevölkerung schon viermal zur Abstimmung vorlegt und zuletzt im September 2020 positiv beschieden. Es gibt wohl immer noch offene Klagen oder Einwände (Rekurse, wie der Schweizer sagt), doch laut Credit Suisse sollen 2025 die Bagger anrollen und für 2027 ist die Fertigstellung avisiert. Abwarten…

Die Südkurve liefert ordentlich ab zu Spielbeginn

Mit Schmähgesängen machten sich beide Kurven die letzte Dreiviertelstunde vor Anpfiff warm und als der Ball rollte, wohnten immerhin rund 16.000 Zuschauer dem Spektakel bei. Es gab beim Einlaufen der Teams gleich mal ein beeindruckendes Feuerwerk der Zürcher Südkurve. Zu einem Meer von pyrotechnischen Leuchtfeuern gesellten sich am Zaun Batterien mit Feuerwerksfontänen. Der GC-Block schoß zwar eine Signalrakete in den Nachthimmel, aber ansonsten waren sie genauso wie wir Zuschauer der fesselnden Pyroshow in der anderen Kurve. Erster Punkt des Abends für den FCZ.

Fontänenfeuerwerk

Dafür konnte GC auf dem Platz das erste Ausrufezeichen setzen. Die vermeintlichen Hausherren hatten sich im ersten Durchgang ein leichtes Chancenplus erarbeitet und krönten dies in der 43.Minute mit der Führung. Bendegúz Bolla setzte sich auf der rechten Angriffsseite durch und seine Flanke landete (leicht abgefälscht) perfekt vor den Füßen von Dominik Schmid. Der ehemalige schweizerische Juniorennationalspieler musste nur noch einschieben und das Fanlager der Grasshoppers durfte ausrasten. Das Tor wurde selbstverständlich mit etlichen Bengalischen Feuern gefeiert und die Mannschaft des FCZ durfte wenig später bedröppelt in die Kabine marschieren.

Der Anhang der Grasshoppers zelebriert das 1:0

Dort dürfte Coach André Breitenreiter die richtigen Worte gefunden haben und bewies außerdem ein glückliches Händchen. Er brachte Ceesay für Krasniqi ins Spiel und ausgerechnet der Eingewechselte besorgte bereits in der 47.Minute per wuchtigem Kopfball den Ausgleich. Da der GC-Fanblock die zweiten 45 Minuten mit einer großen Pyroshow einleitete, benötigten wir jetzt Augen für beide Kurven. Denn der Anhang des FCZ zelebrierte den Treffer natürlich auch mit allerhand Feuerwerk. Ferner möchte ich nicht unterschlagen, dass in der Südkurve beinahe das ganze Spiel über immer wieder vereinzelt gezündet wurde. Die Nummer nach dem Tor war allerdings wieder flächendeckend und höchst fotogen.

Feuerwerk nach dem 1:1

Der Ausgleich gab dem Tabellenführer Sicherheit. Mehr und mehr nahm der selbsternannte Stadtzürcher Club das Spiel in die Hand. Das wurde bereits in der 67.Minute belohnt. Hayao Kawabe, einer von zahlreichen Leihspielern aus Wolverhampton in den Reihen von GC (dazu später mehr), leistete sich einen völlig schlampigen Rückpass. Aiyegun Tosin erlief sich diesen Ball und schob ihn präzise am herausstürmenden GC-Keeper vorbei. Die verdiente Führung provozierte das nächste Feuerwerk. Fat Lo und ich begannen schon zu überlegen; für wie viele Tore würde das ins Stadion eingebrachte Arsenal wohl noch ausreichen? Das Spiel war auf jeden Fall gedreht und wir waren guter Dinge, dass der FCZ-Anhang auch auf weitere Treffer angemessen reagieren würde.

Sektor IV fackelte zu Beginn der 2.Halbzeit nochmal ordentlich rum

In der 75.Minute wurde jedoch zunächst einmal das einzige Spruchband des Abends präsentiert (war also nicht so ein Tapetenderby wie anderswo). Ich schreibe es mal gleich auf Hochdeutsch: „Zürich seid ihr nie gewesen, jetzt seid ihr nicht mal mehr GC.“ Das spielt zunächst einmal darauf an, dass der 1896 gegründete FCZ und seine Fans sich als Stadtzürcher Club sehen. Im Zentrum der Stadt und insbesondere in der Arbeiterklasse verwurzelt. Der zehn Jahre zuvor gegründete Grasshoppers Club hat seine Wurzeln dagegen in der Oberschicht und gilt bis heute als Leidenschaft der Reichen vom Zürichberg (noble Wohngegend Zürichs), sowie als Herzensverein für Erfolgsfans aus der ganzen Eidgenossenschaft bzw. zumindest der ganzen Deutschschweiz. Schließlich ist man mit 27 Titeln Rekordmeister und war lange so etwas wie das Bayern München der Alpenrepublik. Der letzte Meistertitel liegt allerdings bereits 19 Jahre zurück und 2019 stieg GC sogar in die zweitklassige Challenge League ab. Der direkte Wiederaufstieg mißglückte, doch im Frühjahr 2000 erwarben chinesische Investoren den Traditionsverein. Womit wir beim zweiten Teil des Spruchbands sind. Unter neuer Führung und mit frischem Kapital aus China ausgestattet, gelang GC vergangenen Sommer im zweiten Anlauf die Rückkehr in die Super League. Dabei zeichnet sich jedoch mehr und mehr ab, dass GC nur als Farmteam der Wolverhampton Wanderers fungieren soll.

Spruchband zur kriselnden GC-Identität

Die Wolves gehören seit 2016 dem chinesischen Mischkonzern Fosun. Die Chinesen installierten dort den portugisischen Trainer Nuno Espírito Santo und konnten 2018 den Aufstieg in die Premier League realisieren. Man qualifizierte sich auf Anhieb für die UEFA Europa League und stieß dort in der Saison 2019/20 sogar bis ins Viertelfinale vor. Maßgeblich für diese Erfolgsgeschichte war nicht nur der portugiesische Cheftrainer, sondern auch ein Haufen talentierter Kicker aus Portugal. Fosuns Tochtergesellschaft Foyo hatte sich nämlich 2015 in die Spieleragentur GestiFute von Jorge Mendes eingekauft. Mendes ist einer der ganz Großen im Geschäft und hat u. a. seinen Landsmann Christiano Ronaldo, aber auch Nuno Espírito Santo und viele portugiesische Talente unter Vertrag. Dank der Enthüllungen von Football Leaks sind die Absichten von Fosun bzw. Foyo und GestiFute bekannt. Der interne E-Mail-Verkehr offenbart, dass man mit dem Kauf und Verkauf von Fussballspielern hohe Renditen erzielen will.

Feuerwerk nach dem 1:2

Das Zauberwort in diesem Zusammenhang heisst Third Party Ownership (TPO). Man erwirbt als Unternehmen günstig die Transferrechte an jungen Talenten und wenn diese den Durchbruch schaffen, kassiert man die Ablösesumme als Rendite. Natürlich in gewisser Weise moderner Sklavenhandel und die FIFA hat die TPO in einem Anflug von moralischer Verantwortung 2015 verboten. Um trotzdem weiter Menschenhandel zu betreiben, braucht es mehrere Fußballclubs, die sozusagen als Third Parties fungieren. Ergo will Fosun zusammen mit GestiFute ein Netzwerk von Clubs und Akademien errichten, in welchem es den Wert von Fussballern steigern kann, ohne dabei die Regeln der FIFA zu brechen. Fosun oder dessen Tochtergesellschaften treten also nicht mehr selbst als Besitzer von Transferrechten auf, sondern die Clubs, die von ihnen kontrolliert werden. Im Prinzip das gleiche Modell, welches der angebliche Wohltäter und Saubermann Dietmar Hopp zusammen mit seinem Buddy Roger Wittmann gerade in Brasilien mit dem Barra Futebol Clube versucht zu realisieren.

Der Letzigrund (1925 eröffnet, zur EM 2008 generalüberholt und gegenwärtig 25.000 Zuschauer fassend)

Fosuns zweiter Club wurde nun GC. Wobei weder Fosun, noch Foyo bei den Grasshoppers einstiegen. Für die Übernahme des Zürcher Clubs wurde im Februar 2020 die Firma Champion Union HK Holdings Ltd. in Hongkong gegründet. Diese ist im Besitz von Jenny Wang, ihres Zeichens Ehefrau von Fosuns Mitgründer und Hauptgeschäftsführer Guo Guangchang (laut Forbes einer der 50 reichsten Chinesen). Da verfolgt man ähnliche Motive wie Red Bull, deren Fußballprojekte in Salzburg und Leipzig bekanntlich auch völlig unabhängig voneinander operieren… Frau Wang installierte übrigens Sky Sun als ihren Statthalter bei den Hoppers. Der war bisher bei den Wolves die rechte Hand des dort von Fosun eingesetzten Chairmans Jeff Shi. Ferner wurde Seyi Olofinjana als Sportchef an die Limmat delegiert. Olofinjana hatte die letzten Jahre als gesonderter Betreuer der Wolverhampton-Leihspieler gearbeitet. Nun soll er im Zürcher Filialclub mutmaßlich im sportlichen Bereich als perfekte Schnittstelle zu den Wolverhampton Wanderers fungieren.

Auch GC war bemüht etwas Feuer reinzubringen

Logischerweise findet seit Sommer 2020 ein reger Austausch zwischen Wolverhampton und Zürich statt. Wer noch nicht reif für die große Bühne der Premier League ist, wird in Zürich zwischengeparkt. So haben diese Saison Bruno Jordão, Leonardo Campana, Sang-bin Jeong, Bendegúz Bolla, Toti Gomes und Hayao Kawabe auf Leihbasis den Weg in die schweizerische Super League gefunden. Bei Kawabe ist dabei besonders kurios, dass er im Januar 2022 zusammen mit Toti Gomes zurück nach Wolverhampton beordert wurde. Doch während Gomes tatsächlich vorerst bei den Wolves bleibt, wurde Kawabe nach nur zwei Wochen wieder zurück in die Schweiz geschickt. Pikanterweise wäre Kawabe im ersten Rückrundenspiel der Super League gesperrt gewesen. Doch während in der Alpenrepublik Winterpause war, saß der Japaner seine Gelbsperre in der Premier League ab und stand GC am ersten Rückrundenspieltag in Sion doch schon wieder zur Verfügung. Fast schon schön, dass Kawabe dem FCZ heute mit auf die Siegerstraße verhalf.

Schalparade in der Südkurve zum Spielende

Für die Fans den FCZ bietet dieses Investment natürlich die im Spruchband formulierte Angriffsfläche. Der noble Rekordmeister ist plötzlich nur noch ein Spielball der Interessen von chinesischen Investoren und mit ihnen assoziierter portugiesischer Spielerberater. Aber unemotional betrachtet ist das für GC natürlich bisher ein Erfolgsmodell. Der Aufstieg gelang und der Klassenerhalt scheint ungefährdet. Mittelfristig will man auch wieder europäisch spielen und nationale Titel gewinnen, hat Sky Sun in einem seiner raren Interviews verlauten lassen. Immerhin darf das chinesische GC auch immer noch GC heißen und hat weiterhin das alte Logo und die alten Clubfarben. Aber Puristen dürfte die gegenwärtige Situation und Funktion von GC trotzdem in eine Identitätskrise stürzen.

Bei GC mag einiges im Argen liegen, aber wenigstens den besten aufblasbaren Spielertunnel außerhalb von Lateinamerika dürfen sie ihr Eigen nennen

Da sieht die Welt beim Lokalrivalen wesentlich besser aus. Obwohl den FCZ vor Saisonbeginn keiner auf dem Zettel hatte, wird der erste Meistertitel seit 2009 langsam greifbar. Die höher eingeschätzten Teams aus Bern und Basel lassen immer wieder Punkte liegen, während die Breitenreiter-Schützlinge zwar oft schmeichelhaft, aber eben fast immer als Sieger vom Platz gehen. Letzte Zweifel am achten Sieg im Serie räumte Willy Gnonto in der 83.Minute aus. Sehenswert per Flugkopfballtor sorgte der Stürmer für den letzten Höhepunkt in der 277sten Auflage des Zürcher Derbys. Der 18jährige verursachte in den späten Abendstunden übrigens noch einen Eklat. Er teilte in seiner Instagram Story eine anrüchige Fotomontage. Ein pornographisches Motiv wurde dahingehend verfremdet, dass die blonde Darstellerin ein GC-Logo auf ihrem Top trägt, während die drei männlichen Sexualpartner die Köpfe der drei FCZ-Torschützen Ceesay, Tosin und Gnonto montiert bekamen. Muss einen Nerv beim euphorisierten Gnonto getroffen haben, sorgte im Nachgang allerdings für eine Disziplinarstrafe.

Kleiner Schlummertrunk

Na ja, Vorsprung auf den Tabellenzweiten temporär auf 10 Punkte ausgebaut, Derbysieg mit geilen Toren und eine geniale Stimmung in der Fankurve. Sozusagen „90 Minuten Hardcore, echte Gefühle…“ Wer wird da nicht euphorisch? Fat Lo und ich waren auch ganz begeistert, was uns die Zürcher Südkurve an Support serviert hatte. Waren schließlich nicht nur die ausufernden Pyroshows, sondern auch die lautstarken und abwechslungsreichen Gesänge begeisterten. GC wirkte ebenfalls bemüht, aber die kamen akustisch einfach nicht gegen ihr Pendant am anderen Stadionende an. Nach Anpfiff stiegen wir entsprechend beseelt in die erstbeste Tram gen Hauptbahnhof und erreichten bereits um 23 Uhr unser Hotel. Dort wurden beim Check-in gereichte Voucher gegen Bier eingelöst und mit diesem Absacker an der Hotelbar klang unser Zürichtag aus. Das war schon eine feine Nummer und ein würdiger Auftakt für das Fußball- und Reisejahr 2022 bei Schneppe Tours.

Song of the Tour: Rap der alten Zürcher Schule