Burnley & Manchester 08/2017

05.08.2017
Burnley F.C. – HSV von 1896 -Abandoned- (1:0)
Friendly (I/I)
Turf Moor (Att: 7.586)

Da sowohl die Fans, als auch die Mannschaft, den letztjährigen Trip nach Norwich so geil fanden, musste Horst „Hotte“ Heldt ebenfalls ein Vorbereitungsspiel auf der Insel arrangieren. Am 2.Juni dieses Jahres verkündete der Burnley F.C. dann stolz seinen Testspielkracher gegen das Bundesligateam von Hannover 96 und ich reagierte sofort. Blöderweise war ich gerade von der Arbeit nach Hause gekommen und konnte vorab nichts mit Urlaub klären. Egal, einfach einen Flug für Freitag den 4.August gebucht und nochmal 19,99€ für einen Flug am Morgen des 5.August investiert (Rückflug brauchte ich natürlich nur einen für Sonntagnachmittag). Pfingstmontag war ich nun zwischen meinen Trips nach Polen und Portugal extra im Büro, um im Urlaub meinen Urlaubsantrag für den England-Trip „asap“ zu platzieren und nicht noch eine wertvolle Woche zu verlieren.

Burnley Football Club

Es gab dann wirklich schon einige Mitarbeiter aus meiner Hierachieebene, die zu der Zeit Urlaub hatten, aber mein Antrag wurde immerhin unter Vorbehalt genehmigt. Doch kurz vor Abreise der Schock: Ausfall meiner Urlaubsvertretung und aufgrund der Ferienzeit war keine alternative Lösung möglich. Tja, arbeitscheuer Groundhopper müsste man sein und nicht unabkömmlicher Leistungsträger unserer Volkswirtschaft. Also mussten die ganzen Schneppe-Tours-Stammkunden Freitag ohne mich nach Manchester abheben. Ich buchte für Samstag meinen Zug zum Abflughafen Hamburg und ärgerte mich zwei Tage lang darüber erst pünktlich zum Spiel in England zu sein. Dann tat ich Donnerstag das einzig Richtige und buchte „Last Minute“ meinen mittlerweile dritten Hinflug. Nun ging es Freitagnachmittag für prinzipiell auch günstige 96€ mit der Verbindung von Schirm und Co via Hamburg nach Manchester. Zumal Schirm mich daran erinnerte, dass er mir noch knapp 400 Shekel schuldet und das ja umgerechnet wie die Faust auf’s Auge passt (Danke Schirm!!!).

Zu Gast bei Schirm Tours

Also Freitag mit Handgepäck zur Arbeit und weil der ICE um 13:23 Uhr eine halbe Stunde Verspätung hatte, wurde dieser zum erstbesten Zug nach meinem Feierabend. Nun war ich bereits zwei Stunden vor Abflug am Flughafen und traf hinter der Sicherheitskontrolle Schirm, sowie diverse Mitglieder der geschätzten Gruppen „Roter Infarkt“, „Komplott Hannovera“ und „Verrückte Meute“. Ich platzte mitten in ihre Schnapsverkostung im Duty-Free-Shop und stieg sogleich in das Business ein. Likör 43 mit Kaffee schmeckte auf jeden Fall schon mal besser als der folgende, wenn man mit Schirm reist unvermeidliche Underberg. Ja, er sammelt immer noch fleißig Flaschendeckel, um eines Tages den Underberg-Truck als Loyalitätsprämie zu bekommen. Und da wir im Flieger alle in den komfortablen vorderen Reihen saßen (Hannover hat’s ja), wurden wir dort von den Flugbegleitern James und Caroline sehr gut mit Bier versorgt und hatten ein kurzweiliges Flugvergnügen.

Unser Apartment-Ausblick in Manchester

Erst am Airport in Manchester trennten sich vorerst unsere Wege, da ich mit meinem Reisepass wesentlich schneller durch die Grenzkontrolle kam und einen früheren Zug erreichte. In Manchesters Innenstadt steuerte ich sofort „The Moon Under Water“ an, den das Hildesheimer Touri-Kollektiv als Basis festgelegt hatte. Hier waren bereits die direkt vom Balkan angereisten Mitstreiter Max, Ole und Abt, sowie meine ursprüngliche Reisegruppe Johnny und InterCityBerger. Dazu noch Kleiner Dammtor, die Krake und Languste und kurz nach mir erschienen die aus Eindhoven geflogenen Bene, Fat Lo, Olbert, Malte und El Glatto. Sehr gute Anwesenheitsquote unserer Touris, die Norwich im Vorjahr nochmal toppte.

Die Tanzfläche ist eröffnet

Wir saßen in diesem ehemaligen Lichtspielhaus – welches angeblich nun Großbritanniens größter Pub mit Platz für 1.700 Gäste ist – an einer langen Tafel auf der Empore. Am späten Abend wurden schließlich unter uns die Tische beiseite geschoben und es entstand eine große Tanzfläche für die feierwütigen Briten und vor allem Britinnen. Von oben ließ sich ideal das beste Potential ausmachen und es dürfte nicht verwundern, dass wir wenig später da unten ins Tanzgeschäft einstiegen. Es wurde ein solider erster Abend und lediglich die Arbeits- und Anreisestrapazen des Tages verhinderten Feiern bis zum Morgengrauen.

Frühschoppen

Da wir alle Apartments in einem Hochhaus um die Ecke hatten (mit Wahnsinnsausblick), war der Weg ins Bett (oder auf den Fußboden) wenigstens nicht weit und am nächsten Morgen ging es bereits um 8 Uhr zurück zur Basis, um gemeinsam englisches Frühstück zu genießen. Vom Pub war es ebenso zur Victoria Station nur ein Steinwurf, wo die Züge nach Burnley abfuhren. Die Verbindung gegen 11 Uhr, bei der das Returnticket nur 10,10 Pfund kostete, sollte gefühlt von jedem mitgereisten Hannoveraner favorisiert werden. Daher platzte der Nahverkehrszug aus allen Nähten und die gute Stunde Fahrzeit in der Sardinenbüchse ließ sich nur mit ein paar Dosen Carling ertragen.

Victoria Station

In Burnley empfing uns natürlich einiges an Polizei, aber das gegenseitige Auftreten war von Höflichkeit geprägt. Daher machte der Mob es den Cops aus Lancashire auch nicht so schwer und besetzte den erstbesten größeren Pub in Bahnhofsnähe. Ich meine es war das „Inn On The Wharf“. Ich dagegen wollte ein bißchen von Burnley sehen, auch wenn es da nicht viel für’s touristische Auge gibt, und steuerte mit einer Kleingruppe den Pub „The Brun Lea“ im Zentrum der 75.000-Einwohnerstadt an. Wir fielen hier zwischen den Einheimischen nicht als Deutsche auf und verstießen daher unauffälig gegen die „Home Fans only“-Maßgabe des Pubs. Erst als noch jemand mit 96-Insignien an der Kleidung dazustieß, tauchten auch ein paar Polizisten auf. Die Bedienung blieb aber gegenüber der Staatsmacht der felsenfesten Überzeugung sie hätte bisher keinen Deutschen bedient und wir wurden von den Cops letztlich auch nur gefragt, ob wir wissen wie zum Stadion kommen und uns wurde ein schöner Nachmittag gewünscht.

Lads on tour

Jetzt wussten natürlich die Burnley-Fans wer wir sind, aber bis auf zwei Halbstarke, die meinten wir kriegen alle noch auf’s Maul heute, interessierten die sich weiterhin für sich selbst und ihre Drinks. Als wir zwei Pintlängen später aufbrachen, wurde ich im Gegenteil noch freundlich von John, einem älteren Skinhead in bordeauxroter Harringtonjacke, angelabert. Ob ich nicht noch Lust hätte in einen richtigen Burnley-Pub mitzukommen und seine Kumpels kennenzulernen. Kann man natürlich nicht nein sagen und so ging es in eine Craftbeerbar. So einen hellen und modernen Laden hatte ich eigentlich nicht erwartet, aber hier waren gute Lads aus Burnley am Zechen, die teilweise seit etlichen Jahren kein Spiel mehr verpasst hatten.

Wir tauschten uns nun über unverschämte Transfersummen, Eintrittspreise und Investoren aus. Wir waren da natürlich grundsätzlich alle einer Meinung, doch gleichwohl waren die Einheimischen stolz, dass ihr kleiner Verein im Konzert der Großen mitmischen kann. Und dass ihr Hauptinvestor und Chairman ein Typ aus Burnley ist („instead of a f***ing c**t from overseas“), der es in London mit Unternehmensberatung zu einem Vermögen gebracht hat und nun für seine Leidenschaft investiert, betonten sie auch nochmal.

Burnley Town Hall

Ich erfuhr ferner, dass Burnley vs. Blackburn fast so schlimm wie Serbien vs. Albanien oder gar Hannover vs. BS ist, und dass die immer noch berüchtigte örtliche Hooliganszene (Burnley S.S.) jüngst rund 20 Haftstrafen aufgebrummt bekam, weil sie gegnerische Fans in einem Pub angriffen. Kurz vor’m Anpfiff trennten sich unsere Wege wieder, doch ich bekam noch die Einladung nach dem Spiel im „Talbot Hotel“ vorbeizuschauen, wo es neben guten Bieren auch gute Musik geben würde. Ich sagte den Jungs spontan zu und kaufte für 10 Pfund meine Zugangsberechtigung für das schöne Stadion Turf Moor.

Hier fand bereits 1883 das erste Fußballspiel statt. Damals hatte der bisherige Grundstückeigner Burnley Cricket Club dem ein Jahr zuvor gegründeten Burnley Football Club gestattet dort seine Fußballspiele ausgetragen. Der Burnley F.C. ist somit dieses Jahr stolze 135 Jahre alt geworden und damit 14 Jahre älter als unser HSV von 1896. Das ist auch für englische Verhältnisse eine ordentliche Tradition, zumal nur Preston North End im englischen Profifussball noch länger durchgehend die gleiche Spielstätte nutzt.

Deshalb sind wir hier

Bereits 1914 konnten die weinrot-blauen Fußballer den ersten nationalen Titel nach Burnley holen. Sie gewannen den FA Cup, der ihnen vom englischen König überreicht wurde (seinerzeit Georg V. aus dem Hause Sachsen-Coburg und Gotha). Dann unterbrach der 1.Weltkrieg die gute Entwicklung des Burnley F.C. für knapp fünf Jahre, doch das Team konnte nach der unfreiwilligen mehrjährigen Pause direkt wieder die nationale Fußballspitze angreifen und gewann 1921 zum ersten Mal die Landesmeisterschaft. Die fetten Jahre endeten vorerst, als sich der Club 1930 für 17 Jahre in die Zweitklassigkeit verabschiedete. Nach dem 2.Weltkrieg begann eine zweite goldene Ära, die 1960 in der zweiten Meisterschaft gipfelte (im Europapokal der Landesmeister scheiterten sie übrigens in der Folgesaison am Hamburger SV im Viertelfinale).

Arriving at Turf Moor

Ab den 70er Jahren begann wieder eine Fahrstuhlphase, die Mitte der 80er in der vierten und somit niedrigsten englischen Profiliga ihren Tiefpunkt fand (damals Fourth Division, heute League Two). 1987 wäre man dann fast in die 5.Liga durchgereicht worden, aber ein Sieg gegen Leyton Orient am letzten Spieltag wendete dieses bittere Schicksal ab und kann allgemein als wichtiger Wendepunkt durchgehen. Denn tiefer ging es nicht mehr und ab 1992 wurde man wieder drittklassig und schon 1994 war man erneut zweitklassig unterwegs. Die nächsten zwei Jahrzehnte wurden wieder hochklassiger, mit dem mittlerweile dritten Gastspiel in der Premier League aktuell. Seit letztem Sommer ist man wieder in der Gelddruckmaschine zu Gast (davor 2009/10 und 2014/15), wobei nun erstmals der Klassenerhalt realisiert wurde. Man kann also durchaus sagen, ein Gegner der aktuell auf Augenhöhe mit Hannover 96 sein dürfte bzw. eine gute Standortbestimmung darstellt.

Warm Up

So in etwa wirkte es dann auch. Die Hausherren hatten ein paar kleinere Chancen und aus den Reihen der Gäste hatte Felipe (ja, er ist zur Zeit fit!) in der 20.Minute eine gute Kopfballchance. Wenig später setzten Füllkrug und Klaus ihre Schüsse knapp neben das Tor, doch das Geschehen auf dem grünen Rasen von Turf Moor trat schon früh in den Hintergrund. Zunächst gab es noch ordentlichen Support der Mannschaft, gepaart mit den legitimen Unmutsbekundungen gegenüber Martin Kind. Jedoch begann irgendwann der Austausch von verbalen Nettigkeiten mit den benachbarten Burnley-Fans. Keine Ahnung wer angefangen hat, aber es schaukelte sich hoch mit „Ten German Bombers“ vs. „If you hate f***ing England clap your hands“ und die Heimfans nebenan waren definitiv keine Kinder von Traurigkeit. Die passenden Gegenüber aus dem Gästeblock bewegten sich nun in deren Richtung, rissen ein paar Werbeplanen weg und dazwischen standen Ordner, die Fans normalerweise nur bitten die Zigarette auszumachen oder sich nach emotionalen Regungen sofort wieder hinzusetzen.

Das Spiel beginnt

Derweil schoss Ben Mee die „Clarets“ mit 1:0 in Führung (40.Minute) und ich ging noch vor der Halbzeit zum Bierstand, um meine Versorgung sicherzustellen. Inzwischen flogen wohl auch zwei oder drei Sitzschalen und die Polizei ging dazwischen. Aber als ich in der Halbzeitpause zurück im Block war, sah die Sache soweit geklärt aus. Die Burnley-Fans wurden auf die Gegengerade gebeten und ich hätte das Potential einer weiteren Eskalation als gering eingestuft. Da sah ich jetzt bei meiner langjährigen Expertise im Kreise unserer Fanszene eher die Gefahr, dass der beendete Alkoholausschank zu einem neuerlichen Aufstand führt. Aber die Polizei schätzte alles ganz anders ein und forderte einen Spielabbruch, dem der Burnley F.C. und das Schiedsrichtergespann entsprachen. Bei der entsprechenden Durchsage, dachte ich erst, ich hätte mich verhört. Aber wenn man ein bißchen in der Fußballwelt rumgekommen ist, hat man wohl andere Maßstäbe. Ich kann und will England 2017 natürlich nicht an diversen Spielen in Deutschland, Südeuropa und auch im angeblich so zivilisierten Skandinavien messen,  aber ich fand das trotzdem übertrieben.

Der Ball rollt für 45 Minuten

Die Alternative das Spiel bei nun realisierter baulicher Trennung der Fanlager fortzusetzen, hätte ich ad hoc für deeskalierender und stressärmer gehalten, als nun nach einer langen Blocksperre alle 396 Hannoveraner durch ein langes Spalier von wütenden Burnley-Fans zum Bahnhof zu eskortieren. Und was die Polizei in Lancashire natürlich nicht jucken muss, hätte ich auch gerne vermieden gesehen. Nämlich den Rattenschwanz, den so ein Spielabbruch nach sich zieht. Gerade in hannoverspezifischer Hinsicht, wo klar ist, dass das Fehlverhalten weniger* Leute mit dem berechtigten Protest gegen die Machenschaften von Martin Kind vermengt wird (*Rumstehen und Pöbeln, was das Gros der später in Großaufnahme medial abgebildeten Leute getan hat, sind eben keine Kapitalverbrechen).

On every corner…

Beim Schwerverbrechermarsch zum Bahnhof und während der Zugfahrt wurde noch fröhlich über den Spielabbruch gewitzelt, aber als uns in Manchester beim erstbesten Pub der Nachbartisch fragte, ob wir aus Hannover kämen und die Aktion total abfeierte (sie gaben an Burnley zu hassen), war spätestens klar welches Lauffeuer im Internetzeitalter bereits loderte. Wer Bock hatte sich die Laune zu verderben, konnte nun bei Facebook die Lynchjustiz-Fantasien der „wahren 96-Fans“ lesen oder auf die erste Überschrift à la „Kind-Gegner sorgen für Spielabbruch“ warten. Aber willst du dir jetzt den Abend versauen, wenn du weder die Verantwortung dafür trägst, noch etwas daran ändern kannst? Und außerdem hatte der Abt heute Geburtstag und InterCityBerger jubilierte erst vorgestern. Also, das erste Pint runtergespült und Bahn frei für die Feierei!

The Last Supper

Wir ließen uns jetzt im Wetherspoon-Pub namens „The Seven Stars“ nieder, wo sich zunächst einmal mit Burgern gestärkt wurde. Gegen Mitternacht zogen wir dann nochmal weiter und überzeugten die Türsteher vom „Yates“, dass ihr Laden das Geschäft seines Lebens macht, wenn sie uns trotz Shorts und Sneakers reinlassen. Sie erkannten die Ehrlichkeit in unseren Worten und dachten sich wahrscheinlich, dass Deutschland ja dafür bekannt ist, dass reiche Leute keine modische Klasse haben. Wir eskalierten jetzt auch wirklich und die Pfundnoten wanderten in Bündeln über den Tresen. Eine Runde nach der anderen wurde geordert. „10 Pints please“ hier, „10 Jägerbombs please“ da und die Girls der anwesenden „Hen Parties“ kamen natürlich auch nicht zu kurz. Als das Bargeld weg war, glühten die Kreditkarten und ich bilde mir auch ein, dass wir „There were 10 Jäger Bombers at the Bar“ gesungen haben.

Ich bin Biertrinker

Alles weitere muss leider zensiert werden. Schade für euch liebe Leser, denn am Frühstückstisch, nach gerade mal drei Stunden Schlaf, kamen wir über sehr vieles immer noch nicht hinweg. Und wenn man gerade dachte, man kann jetzt endlich mal einen Schluck Kaffee trinken, hatte wieder irgendwer ein Foto auf seinem Handy entdeckt und man musste dicke Backen machen. Geburtstage im Ausland sind in unseren Kreisen einfach immer phänomenal! Genau wie das heutige Katerfrühstück („Large Breakfast“) mit seinen 1.500kcal, welches dem Körper alles zurückgab, was er dringend brauchte.

Love this brekkie!

Nach dem Frühstück mussten die anderen nochmal ins Hochhaus, um ihre Sachen zu holen, während ich schon alles am Mann hatte. Also ließ ich mich an der Kathedrale (skandalöserweise zur Zeit eingerüstet!) bei „Sinclair’s Oyster Bar“ nieder und trank ein pflaumiges Plum Porter zum Zeitvertreib. Dann waren wir wieder vereint und zogen noch ein wenig durch die Gemeinde, bevor wir mittags einen Zug zum Flughafen nahmen. Die Gerüchteküche, dass Hannoveraner am Flughafen von der Polizei rausgezogen werden, bewahrheitete sich dort. Aber da es anscheinend anhand von Video- und Fotomaterial geschah, hatten wir als (völlig) Unbeteiligte keine Probleme.

Noch ein bißchen Sightseeing

Nach der Sicherheitskontrolle wurde nochmal ein Pint im Pub von Terminal 1 genossen und pünktlich um 15:30 Uhr hob der Airbus gen Hamburg ab. Es gab ein freundliches Wiedersehen mit James, während Caroline heute frei hatte. Ihr Ersatz war nett, aber einfach keine Caroline. Also schlief ich schnell ein und wachte auf deutschem Boden wieder auf, wo erneut die Staatsmacht eine Selektion vornahm. Doch weder Berger, Johnny noch ich sahen für die Bundespolizei verdächtig aus und wir konnten somit fix durch die EasyPass-Kontrolle zum Parkplatz entweichen. Ab nach Hause, auf’s Sofa und Pizza fressen, war das Gebot der Stunde. Nochmal durchatmen, bevor Montag endgültig das Presse- und Umfeldecho auf einen niederprasselte.