Świnoujście (Swinemünde) 05/2021

22.05.2021
MKS Flota Świnoujście – KP Chemik Police 1:4
III Liga (IV)
Stadion Miejski Świnoujście (Att: 300)

19.Mai 2021: Der SV Lippstadt empfängt die U23 von Borussia Mönchengladbach vor 350 zugelassenen Stadionbesuchern.

22.Mai 2021: Hansa Rostock darf im letzten Saisonspiel gegen den VfB Lübeck 7.500 Besucher empfangen. Auch Union Berlin (2.000 Fans), Bayern München (250 ausgewählte Pandemiehelden und Spielerangehörige) und die TSG Hoffenheim (100 Mitarbeiter) müssen nicht vor komplett leeren Rängen antreten.

Auf nach Polen!

Es tut sich also wieder was am Rande deutscher Fußballfelder! Fast genau ein halbes Jahr nachdem Deutschland bei Sportveranstaltungen pandemiebedingt ein zweites Mal das Publikum auf unbestimmte Zeit ausschloss, kehren die Zuschauer langsam zurück. Damit ich Ende Mai nicht die fußballfreien sechs Monate voll mache (letzter Spielbesuch war am 28.Oktober 2020 bei SC Harsum vs. TuSpo Schliekum), musste ich am diesjährigen Pfingstwochenende unbedingt einem Fußballspiel in einer Sportstätte beiwohnen. War in Deutschland allerdings schwierig an jenem Wochenende. Also schielte ich nach Polen, wo der Zuschauer just flächendeckend ins Stadion zurückgekehrt war. Einfache landesweite Regel: Jede Spielstätte darf zu 25% ausgelastet werden.

Ich raste aus…

Prima, der Viertligist MKS Flota Świnoujście hat Platz für 4.500 Zuschauer in seinem Stadion. Mit 1.125 Besuchern rechnete ich beim Duell gegen KP Chemik Police eher nicht, so dass ich sehr spontan meine DB-Eintages-Netzkarte mit dem Datum 22.Mai 2021 versah. War eine BahnBonus-Prämie, mit der gute Kunden sich von Zeit zu Zeit belohnen dürfen. Und weil ich kein 96-Spieler bin, schaffe ich es auch mal mich zu belohnen (Abschiedsgrüße an Kenan Kocak an dieser Stelle). 111,10€ hätte der Spaß mich übrigens gekostet, wenn ich am Vortag als Kurzentschlossener mit BC25-Rabatt gebucht hätte. Dieser horrende Preis war psychologisch wichtig, da ich mir so einreden konnte den Gutschein sinnvoll eingesetzt zu haben.

…endlich wieder ICE fahren!

Samstagmorgen bestieg ich um 8:08 Uhr einen ICE nach Berlin. Nebenbei bemerkt habe ich das erste Mal seit September 2020 wieder in einem Fernverkehrszug Platz genommen. Es herrschte zwar noch eine gewisse Unsicherheit ob der pandemischen Bestimmungen in Mecklenburg-Vorpommern und Polen, sowie in Sachen Grenzübertritt, aber ich hatte keine Lust das alles haarklein zu recherchieren und behördliche Verordnungen zu interpretieren. Tagestourismus nach M.-V. war wohl immer noch untersagt, aber ich war schließlich nur auf der Durchreise nach Polen und in Polen wiederum durfte man angeblich für 24 Stunden ohne Auflagen aus Deutschland einreisen. Wird schon so stimmen, also einfach machen. Für alle Fälle hatte ich außerdem am Freitagabend noch ein Testzentrum aufgesucht (falls man doch irgendwo einen Test vorzeigen muss). Ergebnis selbstredend negativ.

Nordberliner Pils – In Berlin ganz oben

Gegen 10 Uhr erreichte ich den Berliner Bahnhof Gesundbrunnen (a. k. a. Nordkreuz) und hatte erstmal eine gute halbe Stunde Aufenthalt. Zeit für Frühstück. Ich entschied mich für die lokale Bierspezialität „Nordberliner Pils“. Die Spätifrau im Wedding erzählte mir stolz, dass Heiko165 die Kisten persönlich vorbeigebracht hat und sie noch zusammen Fotos geschossen haben. Geile Atze, dieser Heiko. Außerdem ist das feinherbe Nordberliner Pils wirklich unbestreitbar perlig. Abfüllen lassen müssen die Nordberliner Jungunternehmer ihre Rezeptur allerdings gegenwärtig in einer Chemnitzer Brauerei. Aber warum auch nicht? Braune Flaschen, die innen hohl sind und sich randvoll mit Bier abfüllen; da komme ich auch am ehesten auf Chemnitz.

Unterwegs im Hansaland

Als ich mein Pils süppelte, stellte ich fest, dass der Bahnhof Gesundbrunnen von der zwischen 1902 und 1905 erbauten Swinemünder Brücke überspannt wird. Wie passend im Angesicht meiner heutigen Reise! Ansonsten liegen hier noch die Wurzeln von Hertha BSC, aber das habe ich schon mal in irgend einem Bericht erwähnt. Deshalb missbrauche ich dieses unnütze Wissen nicht nochmal als Lückenfüller und springe sogleich zur Weiterfahrt gen Usedom. Im RE zwischen Berlin und Züssow wurden die 2,5 Stunden Fahrzeit genutzt, um noch ein paar Fußball-Podcasts aus dieser Woche nachzuholen. Nach dem Umstieg passte ich mein Unterhaltungsprogramm schließlich den zahlreichen Graffiti am Streckenrand an und schaute per Stream FC Hansa Rostock vs. VfB Lübeck. Freute auch den Schaffner in der Usedomer Bäderbahn (UBB), der sich wenig überraschend als Hansa-Fan outete.

Ostseesand unter den Füßen

Kurz nach dem Halbzeitpfiff des schwachen, aber spannenden Kicks im Ostseestadion erreichte ich das polnische Ostseebad Świnoujście (Swinemünde). Hier blieben mir nun knapp 2,5 Stunden bis zum Anpfiff der anvisierten Fußballbegegnung. Ich hatte einen 10km-Spaziergang am Strand entlang und durch die Wald- und Parklandschaft der Stadt geplant. Außerdem wollte ich unbedingt noch ein frischgezapftes Bier in der Sonne trinken. Dafür baute ich eine Pause in einer der zahlreichen Strandbars ein (übrigens ohne Datenerfassung, Testpflicht oder Maskenpflicht). Mir fiel nun wieder ein, dass ich vor vier Jahren ebenfalls an Pfingsten in Świnoujście weilte. Damals allerdings auch über Nacht und zusammen mit den beiden Raketen Kurtis Blow und Lou Bega. Aber Świnoujście war so oder so ein alter Hut. Schließlich wagten wir uns 2002 während des legendären 96-Trainingslagers auf Usedom schon mal auf die polnische Seite der Insel vor.

Endlich wieder Gezapftes

Nach der Bierpause lagen mit der Mühlenbake, dem Hafen und den alten preußischen Festungsanlagen noch diverse Sehenswürdigkeiten auf meiner Route. Die Gegenwart des Hafens führt einen natürlich auch zum historischen Ursprung der Stadt. Im Mittelalter existierte hier ein kleines Fischerdorf, welches erst im 18.Jahrhundert aus seinem Dornröschenschlaf geholt wurde. Damals ließen die preußischen Könige die versandete Swine wieder schiffbar machen und an deren Mündung in die Ostsee – wobei die Swine streng genommen schon ein Meeresarm der Ostsee ist – wurde ein Hafen errichtet. Swinemünde entwickelte sich nun zum Vorhafen der pommerschen Handelsmetropole Stettin (heute Szczecin) und wuchs im 19.Jahrhundert rasant.

Spaziergang durch die Dünen

Dass seinerzeit auch der Bädertourismus aufblühte, beschleunigte das Bevökerungswachstum noch einmal. Bereits 1824 wurde hier die erste Badesaison für betuchte und nach Erholung strebende Gäste eröffnet. Besonders das Berliner Bürgertum verbrachte seine Sommerfrische vornehmlich in Swinemünde oder den benachbarten Seebädern Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf. Auch der Kaiser schaute im ausgehenden 19.Jahrhundert regelmäßig in Swinemünde vorbei. Die vielen Jugendstilvillen in Strandnähe sind anschauliche Zeugen dieser mondänen Epoche und im Jahre 1900 zählte die Stadt bereits über 10.000 Einwohner (100 Jahre zuvor waren es erst ca. 2.500).

Die Mühlenbake

Parallel wurde die Mündung der Swine von den Preußen mit mehreren Küstenforts militärisch befestigt. Im Deutschen Kaiserreich (1871 bis 1914) diente Swinemünde außerdem als Marinehafen für kleinere Kriegsschiffe. Während der NS-Herrschaft (1933 bis 1945) entstand darüber hinaus noch ein U-Boot-Hafen am Südende des Swinestromes (bei Kaseburg, heute als Karsibór ein Stadtteil von Świnoujście). Nach 1945 fiel die Stadt an Polen und lag nun direkt an der Grenze zur Deutschen Demokratischen Republik. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben und die Polen nutzen die in Świnoujście umbenannte Stadt ähnlich wie ihre Vorgänger. Ergo militärisch, (hafen)wirtschaftlich und touristisch. Wobei neben der polnischen Armee auch eine Garnison der sowjetischen Armee bis zum Fall des Eisernen Vorhangs in Świnoujście stationiert war.

Altes kaiserliches Küstenfort mit sinnvoller Nachnutzung

Heute ist die europäische Teilung hier überwunden man spaziert vom deutschen Seebad Ahlbeck einfach ohne Kontrolle nach Świnoujście. Mehr noch; von Bansin bis Świnoujście befindet sich Europas längste durchgehende Strandpromenade (ca. 12km). Ebenfalls kommt man, wie meiner einer heute, problemlos mit der Deutschen Bahn bis nach Świnoujście. Muss in den letzten Monaten komisch für die Menschen gewesen sein, dass es pandemiebedingt wieder temporär eine sicht- und spürbare Grenze gab. Aber nach „Corona“ wird es hier wirtschaftlich sicher schnell wieder aufwärts gehen. Ich sah mehrere Baustellen für mutmaßliche Hotels oder Apartmentkomplexe und die zwei großen Hotels von „Hilton“ und „Radisson Blu“ (inklusive Aquapark) gab es bei meiner letzten Visite in Świnoujście auch noch nicht. Die Bauten sahen wie frisch eröffnet aus.

Bunkerreste aus militärisch angespannteren Zeiten

Aufwärts ging es in den letzten Jahren auch für den lokalen Fußballclub. Als ich 2017 schon einmal zu Gast war, kickte Flota noch in der 6.Liga und fiedelte seinen überforderten Gegner mit 11:0 ab. Diese Saison spielen sie bereits in der 4.Liga und stehen dort solide im Mittelfeld. Der heutige Gast Chemik Police ist dagegen schon rechnerisch abgestiegen. Die Chemiker pendeln meist zwischen 4. und 5.Liga, während Flota vor 10 Jahren fast in die erstklassige Ekstraklasa aufgestiegen wäre. Nach sieben Zweitligajahren gingen 2015 allerdings finanziell die Lichter an der Swinemündung aus und der notwendige Neustart begann in der 7.Liga. Drei Aufstiege in fünf Jahren ließen sich sehen, was auf die Fanszene heute leider nicht gleichermaßen zutraf. 

Rostige Stadionromantik

Die hiesige Bande von Ultras und Hooligans, die in besseren Tagen den Club lautstark unterstützte, hat ihre Aktivität anscheinend noch nicht wieder aufgenommen. Aber sowas kann immer schnell gehen. Braucht nur die richtigen Gegner, vielleicht noch einen weiteren Aufstieg oder einfach ein paar Heranwachsende, die Bock haben was zu starten und schon ist Flota wieder zurück auf der polnischen Landkarte der Pseudokibice. Gerade bei kleineren Clubs in Polen schwankt es immer wieder mit der Fanaktivität. Zumal manche kleine Szene auch als lokale Fansektion bei einem großen Clubs aktiv ist und „Support Your Local Club“ nur so nebenbei läuft. Hier in Westpommern sind beispielsweise viele Banden aus der Provinz bei Pogon Szczecin im Anhang unterwegs (was auf Flota allerdings meines Wissens nicht zutrifft).

Endlich wieder ein Stadion mit Fans darin

Chemik Police hatte natürlich ebenfalls keine Fanatiker mitgebracht. Aber aufgrund der Nähe zu Szczecin (15km) wird die Dorfjugend sicher lieber zu Pogon fahren und dort in der Kurve stehen. Außerdem ist Chemik, wie bereits erwähnt, noch nie so richtig erfolgreich gewesen. Zumindest im Fußballsport. Die Volleyballerinnen unter gleichem Namen sind dagegen national und international eine Bank (allein seit 2014 siebenmal polnischer Landesmeister geworden und auch schon bis in die „Final Four“ der Champions League vorgedrungen). Police hieß bis 1945 übrigens Pölitz, aber mir gefiel Police besser. Schließlich hatte ich jetzt den ganzen Nachmittag einen Ohrwurm des rapmusikalischen Werkes „Fuck the Police“ von „N.W.A.“.

Alles ohne Datenerfassung, Testpflicht und Maskenpflicht

Beim heutigen Kick ließ sich die Police allerdings keineswegs f*****. Es war zunächst ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem der geneigte Zuschauer nichts von den 29 Punkten merkte, die beide Clubs nach 27 absolvierten Ligaspielen in der Tabelle trennen. Erstmals laut auf den Rängen wurde es dann nicht, weil auf dem Rasen Aufregendes passierte, sondern weil jemand gegen 17:20 Uhr aufsprang und irgendwas mit „Lewandowski“ in die Menge rief. Alle freuten sich. Da muss RL9, der wohl in ganz Polen Heldenstatus genießt, sein 41.Saisontor in der Bundesliga erzielt haben. Wenig später verifizierte der Stadionsprecher die historische Leistung des Robert Lewandowski ebenfalls durch die Lautsprecher.

Die Chemiker feiern das 0:1

Ich freute mich dagegen an diesem Nachmittag am meisten für das Gesamtkunstwerk Werder Bremen. Die hatten heute alles dafür getan ein Ticket für die beste 2.Liga aller Zeiten zu lösen. Doch der „Effzeh“ aus Köln ließ sie lange zappeln und räumte Platz 17 erst kurz vor Schluss. Der Geißbock kann natürlich in der Relegation gerne noch mit runter. Mit Hansa und Dynamo gibt es dazu zwei großartige Aufsteiger. Sowie neben Werder bereits Schalke 04 abgestiegen ist. Ich würde schätzen, wenn wir die Bayern ausklammern, finden wir nächste Saison in Summe mehr Meistertitel in der 2.Bundesliga als in der 1.Bundesliga (inklusive DDR-Meisterschaften erst recht).

Ein ehrlicher Zabka-Hot-Dog

Doch zurück in die 4.Liga Polens; hier wurde fast parallel zu Lewandowskis Rekordtor ein vermeintlicher Treffer von Flota wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben. Wenig später erzielte Chemik die Führung (32.Minute) und mit dem Spielstand von 0:1 ging es auch in die Pause. Da es kein Stadioncatering gab, hatte ich bereits recherchiert, dass die nächste Einkaufsmöglichkeit nur 500m entfernt ist. Entsprechend führte ich einen kleinen Mob durstiger Stadionbesucher an, die sich in einem nach William Zabka benannten Minimarkt mit Erfrischungen eindeckten. Aber für mich war primär wichtig, endlich etwas Festes in den Magen zu bekommen. Deshalb war ein Hot Dog die erste Pflicht. Ansonsten stand ich ratlos vor dem Softdrinkregal. Wo waren die aus Polen gewohnten Energy Drinks mit Robert Lewandowskis Konterfei? Nichts zu erspähen. Zum Glück macht Dariusz Michalczewski auf seine alten Tage jetzt auch in Energy Drinks. Mit dem Tiger im Tank, äh in der Tasche, ging es zurück zum Ground.

Wenn der „Tiger“ Darius Michalczewski Uzis auf Wassermelonen treffen lässt

Pünktlich zum Wiederanpfiff passierte ich ein zweites Mal das Stadiontor und sah alsbald einen Doppelschlag der Chemiker (58. und 64.Minute). So etwas nennt man in Polen sicher auch Offenbarungseid und die ersten Flota-Fans gingen mit Flüchen auf den Lippen nach Hause. Weil den Hausherren in der 70.Spielminute der Anschlusstreffer gelang, keimte zwar nochmal kurz Hoffnung auf, dass die Blamage doch noch vermieden werden kann. Aber als Chemik in der 84.Minute auf 4:1 aus ihrer Sicht erhöhte, war das zarte Pflänzchen schon wieder verdorrt und die Reihen lichteten sich weiter. Da mein Zug erst 30 Minuten nach Abpfiff fuhr und mein Fußballentzug so unfassbar lang war, blieb ich allerdings bis zum bitteren Ende. Es ging tatsächlich 1:4 aus und so manch ein Anhänger des Heimteams wird sich wohl überlegen, ob er diese Saison nochmal ins Stadion pilgert. Drei Heimspiele sind es jedenfalls noch.

Ausblick vom Züssower Bahnsteig

Ich kaufte nach Schlußpfiff noch Proviant und Souvenirs im bahnhofsnahen Biedronka (der allseits beliebte Marienkäfermarkt) und um 19:18 Uhr ging es mit der UBB von Świnoujście nach Züssow. Ein Umstiegsbahnhof irgendwo im nirgendwo. Züssow hat nur 1.312 Einwohner, aber nichtsdestotrotz halten hier am Tag mehrere IC und ICE. Ich würde mal tippen, dass dies der kleinste Ort im Fernverkehrsnetz der DB ist. Für den Usedom-Tourismus hat es allerdings Sinn, dass auch Fernverkehrszüge am Bahnabzweig der UBB halten.

Mitternachtssnack im Wedding

Von Züssow ging es mit dem RE weiter zum Berliner Gesundbrunnen und exakt 60 Minuten Aufenthalt in Berlin nutzte ich für ein Köfterolle bei der „Köfteci“ in der Badstraße. Ich vertilgte den 5€-Snack am romantischen Ufer der Panke und um 0:27 Uhr bestieg ich den nächtlichen ICE gen Hannover. Am Ende gab es nochmal mächtig Nervenkitzel. Denn mein ICE erreichte alte Messestadt planmäßig um 3:09 Uhr, während der Bus nach Hildesheim (Schienenersatzverkehr) um 3:10 Uhr vom ZOB starten sollte. Zum Glück rollte der Zug am Gleis 12 ein. In einem menschenleeren Bahnhof war die Distanz zum ZOB im Sprint in unter 60 Sekunden machbar, also zeigte ich nochmal was in mir steckt. Nun war ich wenigstens „schon“ gegen 4:30 Uhr im Bett und musste nicht bis 4:09 Uhr am hannoverschen Hauptbahnhof abhängen (was mich entsprechend erst gegen 5:30 Uhr hätte zuhause aufschlagen lassen).

Die Externsteine

Der Pfingstsonntag wurde nun halb verschlafen und nachmittags mit dem 34.Spieltag der 2.Bundesliga versüßt. Spannender Aufstiegskampf und ein Absteiger aus Ostniedersachsen. Was will man mehr? Damit das lange Wochenende allerdings nicht ganz unspektakulär austrudeln musste, ging es Montag nochmal auf Wanderschaft. Die in den letzten 12 Monaten lieb gewonnene Stempeljagd im Harz ruhte jedoch. Stattdessen fuhren wir mal in den Teutoburger Wald. Exernsteine, Ruine Falkenburg und Hermannsdenkmal wurden von meiner Wanderkleingruppe bei schönen Frühlingswetter angesteuert. Kann man durchaus mal 20 Wanderkilometer für investieren. Ansonsten schauen wir mal wo in den nächsten Wochen noch der Ball rollt. Es muss nicht nur weitergehen, es kann auch endlich weitergehen!