Ilsenburg 09/2020

12.09.2020
FSV Grün-Weiß Ilsenburg – Ummendorfer SV 0:0
Landesliga Sachsen-Anhalt Nord (VII)
Sportanlage am Eichholz (Att: 197)

Am vorigen Wochenende hatte mir die Kombination Wandern & Fußball im Harz sehr viel Freude bereitet. Da lag es auf der Hand, das Ganze am nächstmöglichen freien Tag in ähnlicher Form nochmal zu wiederholen. Diesmal riefen das malerischen Ilsetal und der FSV Grün-Weiß Ilsenburg. 7:14 Uhr stieg ich in Hildesheim erneut in einen Zug gen Harz und entschied mich abermals für eine aufgedröselte Ticketbuchung. Hildesheim-Goslar-Hildesheim für 17,50€ (inklusive BC25-Rabatt) und Goslar-Ilsenburg-Goslar mit dem sachsen-anhaltischen Hopperticket für 9,10€. Dadurch sparte ich immerhin 5,40€ gegenüber einer Buchung Hildesheim-Ilsenburg-Hildesheim.

Morgendlicher Brockenblick

Um 8:28 Uhr erreichte ich Ilsenburg (250 Meter ü. NHN) und steuerte zunächst den Marktplatz der Kleinstadt an (mit den Ortsteilen Drübeck und Darlingerode zusammen ca. 9.600 Einwohner). Dabei passierte ich den Kitzsteinteich, der mir ein erstes schönes Panorama mit Brockenblick schenkte. Auch kam ich an der Faktorei des alten Stahlwerks vorbei und umrundete einmal den ebenfalls netten Forellenteich im Ortskern. Neben den fachwerkgesäumten Straßenzügen, waren Schloss und Kloster Ilsenburg mein erstes Etappenziel. Bei diesem morgendlichen Spaziergang merkte ich der Stadt sofort ihre reiche Historie an.

Fachwerk dominiert den Ilsenburger Ortskern

Im Jahre 995 wurde erstmals eine Jagdpfalz namens „Elysynaburg“ erwähnt. Es war der deutsche König Otto III., zugleich Kaiser des heiligen römischen Reiches deutscher Nation (HRR), der auf seiner Burg an der Ilse dem benachbarten Kloster Drübeck seinen persönlichen Schutz beurkundete. Ottos Nachfolger Heinrich II. schenkte die „Elysynaburg“ im Jahre 1003 dem Bistum Halberstadt. Dessen damaliger Bischof Arnulf ließ die Burg in ein Benediktinerkloster umwandeln. Im Jahre 1087 wurde schließlich die Abteikirche Petrus und Paulus als neues Herzstück der Anlage geweiht.

Die romanische Abteikirche Petrus und Paulus

In den 1540er Jahren bekannte sich Graf Heinrich von Stolberg zur von Martin Luther angestoßenen Reformation und somit wurde das Kloster Ilsenburg evangelisch. Im 16.Jahrhundert forcierten die Grafen von Stolberg außerdem die Gründung von Eisenhütten, was die Grafen, wie auch die Gemeinde Ilsenburg sehr wohlhabend machte. Durch den Bedarf an Arbeitskräften in den Hütten wuchs die Stadt seinerzeit beträchtlich.

Schloss Ilsenburg

Eine Zäsur war schließlich der Dreißigjährige Krieg (1618 – 1648). So ein Ort wie Ilsenburg, mit Hochofen und Gießereien, war militärisch für jede Kriegspartei von besonderer Bedeutung. Es kam zu Zerstörungen und mehrfach wechselnden Besatzern. Der Nachbarstadt Wernigerode ging es da nicht anders (vgl. Bericht aus Wernigerode) und weil im Krieg das dortige Schloss, der Stammsitz der Stolberger, zerstört wurde, residierten die Grafen nach dem Krieg bis 1710 in Ilsenburg. Dazu wurde ein Teil des Klosters zu einem repräsentativen Wohnschloss umgebaut.

Die Faktorei des einstigen Hüttenwerkes

Das Hüttenwerk erlebte derweil unter gräflicher Oberaufsicht einen neuerlichen Aufschwung, da die zivile, wie auch militärische Nachfrage an Eisenerzeugnissen noch weiter wuchs. 1697 kam sogar der russische Zar Peter I. zur Besichtigung der seinerzeit hochmodernen Eisenhütten nach Ilsenburg.  Im 18.Jahrhundert entstand darüber hinaus langsam noch ein zweites wirtschaftliches Standbein der Gemeinde. Maler, Dichter und Schriftsteller hatten die Romantik des Ilsetals entdeckt und in ihren Werken verarbeitet. Das machte die Gegend in besseren Kreisen populär und führte Jahr für Jahr mehr Sommergäste nach Ilsenburg, die bewirtet und beherbergt werden mussten.

Hütten- und Technikmuseum Ilsenburg

Im 19.Jahrhundert, als das Bürgertum aufblühte, wurde dem Tourismusgeschäft zudem eine neue Schicht erschlossen. Zahlreiche Hotel- und Gastronomiebetriebe entstanden in dieser Zeit und der Eisenbahnanschluss im Jahre 1884 ließ die Zahl der Gäste nochmals ansteigen. Mit Promenaden, einem Kurpark und einer Badeanstalt trug man dem aufkommenden Massenphänomen Tourismus seinerzeit Rechnung.

Die neoromanische Marienkirche (spätes 19.Jahrhundert)

Die beiden Weltkriege in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts und die Krisen der Zwischenkriegszeit, sorgten allerdings für ein vorläufiges Ende des wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwungs von Ilsenburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Ilsenburg, welches von größeren Kriegsschäden verschont geblieben war, Teil der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Durch die Teilung Deutschlands war es nun zu einer Grenzstadt geworden (nur drei Kilometer westlich der Stadt verlief die innerdeutsche Grenze). Als die DDR ihre Westgrenze zur Bundesrepublik  befestigte und sich abschottete, sorgte das natürlich nochmals für sinkende Fremdenverkehrszahlen.

Aus seiner Lehre wurden in der DDR die falschen Schlüsse gezogen

Seit der Deutschen Wiedervereinigung 1990 befindet sich Ilsenburg jedoch abermals touristisch im Aufschwung. Das Ilsetal und der Heinrich-Heine-Weg zum Brocken ziehen wieder Besucher aus allen Teilen Deutschlands und auch dem Ausland an. Seit 2002 ist Ilsenburg außerdem staatlich anerkannter Luftkurort.

Mondänes Ilsenburg

Ich war nun heute einer dieser Touristen und wurde nicht enttäuscht. Die Wanderroute, die ich mir gebastelt hatte, führte mich zunächst vom Kloster Ilsenburg hinauf zum Ilsestein. Auf jenem Granitfelsen (473m ü. NHN) konnte ich meinen ersten Wanderstempel des Tages in meinen Wanderpass pressen (über das Stempelnetz der „Harzer Wandernadel“ habe ich bereits im vorigen Bericht aufgeklärt). Ich genoss die Ausblicke zum Brocken und nach Ilsenburg und machte eine erste Rast, bei der ich mich nochmal näher mit diesem Ort beschäftigte.

Ausblick nach Ilsenburg

Nachdem die „Elysynaburg“ wie bereits erwähnt im frühen 11.Jahrhundert ein Kloster wurde, entstand auf diesem Felsgrat eine neue Burg, um das Ilsetal und die umliegenden königlichen Wälder zu kontrollieren. Die Burg wurde allerdings nach nur rund 100 Jahre bereits wieder zerstört (1107). Heute fällt auf dem Felsen natürlich besonders das Eisenkreuz ins Auge. Es wurde 1814 von Graf Anton zu Stolberg-Wernigerode gestiftet, um an die Gefallenen in den Befreiungskriegen gegen Napoleon Bonaparte zu erinnern.

Das Eisenkreuz auf dem Ilsestein

Prominenz wurde dem Ilsestein ferner in Goethes Werken Faust I und II zuteil. Ebenfalls sparte Heinrich Heine die markante Felsformation nicht bei seiner Harzreise aus. Ich lasse mal wieder den Düsseldorfer Dichter sprechen: „Wie nun die Natur, durch Stellung und Form, den Ilsestein mit phantastischen Reizen geschmückt, so hat auch die Sage ihren Rosenschein darüber ausgegossen. Man erzählt, hier habe ein verwunschenes Schloss gestanden, in welchem die reiche schöne Prinzessin Ilse gewohnt, die sich noch jetzt jeden Morgen in der Ilse bade; und wer so glücklich ist, den rechten Zeitpunkt zu treffen, werde von ihr in den Felsen, wo ihr Schloss sei, geführt und königlich belohnt.“

Ausblick vom Ilsestein

Mein nächstes Etappenziel war die nahe Paternosterklippe (522m ü. NHN). Der Name „Paternoster“ (Vaterunser) leitet sich einer Sage nach vom letzten Gebet einer Gruppe von Nonnen ab, welche sich hier anschließend, auf der Flucht vor Raubrittern, in den Tod stürzten. Auch diese Felsformation bot wieder einen formidablen Ausblick.

Die Paternosterklippe

Von der Paternosterklippe ging es nun weiter zur so genannten Plessenburg. Ein Weg, der zunächst immer wieder schöne Ausblicke zum Brocken bot. Gegen 11 Uhr erreichte ich schließlich das „Waldgasthaus Plessenburg“ auf 555 Höhenmetern. An diesem Ort errichtete Graf Heinrich Ernst zu Stolberg-Wernigerode im späten 18.Jahrhundert ein Jagdhaus und heute steht hier ein beliebtes Ausflugslokal. Außerdem ist auch an der Plessenburg ein Stempelkasten der „Harzer Wandernadel” platziert.

Ein Bergwald wie gemalt

Die Stempelkästen sollten auch weiterhin meinen Kurs bestimmen. Der nächste befand sich am Ferdinandsstein, wohin mich der wandertechnisch etwas anspruchsvollere Schindelstieg führte. Der Ferdinandsstein ist ein Granitfelsen auf circa 640 Höhenmetern und erinnert an den letzten freilebenden Wolf im Harz, der 1798 durch Graf Ferdinand von Stolberg-Wernigerode erlegt wurde.

Der Ferdinandsstein

Nachdem wieder Tinte in den Wanderpass gedrückt war, folgte ich weiter dem Schindelstieg (nun bergab) und erreichte alsbald den breiten Weg Schlüsie, der mich weiter zur Bremer Hütte an den Oberen Ilsefällen führte. Der dortige Rastplatz war mächtig überfüllt mit Wandergruppen und man musste regelrecht für den hiesigen Wanderstempel anstehen. Als die Tinte trocken war, sollte es nun durch das Ilsetal zurück nach Ilsenburg gehen. Entsprechend der fortgeschrittenen Tageszeit (13 Uhr) bekam ich dabei ordentlich Gegenverkehr.

Die wilde Ilse

Nichtsdestominder verzauberte mich die wildromantische Ilse mit ihrem felsigen Flussbett. Der Heinrich-Heine-Weg durch’s Ilsetal ist und bleibt einer schönsten Wanderwege im Harz. Allerdings mache ich ihn das nächste Mal wieder frühmorgens. Gut, ging heute nicht anders. Dafür war ich morgens alleine auf dem Ilsestein. Wäre ich meine Route andersherum gegangen, hätte ich zur Mittagszeit wahrscheinlich auf einem proppevollen Ilsestein gestanden.

Nochmal die wilde Ilse

Gegen 14 Uhr erreichte ich schließlich wieder Ilsenburg und im Lokal „Ilsestübchen“ gab es erstmal  eine große Cola (für ein Mittagessen war die Zeit leider zu knapp), ehe das örtliche Stadion am Eichholz angesteuert wurde. Dort sollte um 15 Uhr der Ball rollen und fünf Minuten zuvor trug ich meine Daten in eine Liste ein und tauschte vier Euromünzen gegen eine Zugangsberechtigung. Ansonsten landestypisch für Sachsen-Anhalt keine besonderen „Corona Auflagen”. Lediglich auf 1.000 Zuschauer sind die Sportveranstaltungen gedeckelt, aber das ist beim Amateurfußball natürlich eine selten auszureizende Höchstgrenze.

Stadioneingang

Heute wurden 197 zahlende Zuschauer vermeldet, die sich hauptsächlich auf der schönen Hauptgeraden des Stadions platziert hatten. Ich beschloss mir erstmal eine Erfrischung in Form von Mineralwasser (1€) und einen kleinen Snack in Gestalt einer Bratwurst (2€) zu besorgen. Die Bratwurst war Thüringer Art mit ordentlich Kümmel, allerdings geschmacklich eher mäßig (wahrscheinlich industrielle Massenware). Der Bautzner Senf half ein wenig beim Geschmackserlebnis nach.

Treffen sich Sachsen und Thüringen in Sachsen-Anhalt

Besser als das Spiel war die Wurst trotzdem allemal. Dabei kam mit dem Ummendorfer SV ein Aufstiegsaspirant an die Ilse. Der USV ist mit sechs Punkten aus zwei Spielen in die Saison  gestartet (Ilsenburg bisher erst drei Punkte aus drei Spielen) und hatte mit Handke (121mal 3.Liga und 7mal 2.Bundesliga) und Deumelandt (etliche Einsätze in der Regionalliga und Oberliga) zwei ehemalige Profis des 1.FC Magdeburg in der Startelf. Auch Nils Kauffmann, Felix Krause (früher beide 1.FC Magdeburg II), Alexis Lenhard und Florian Köhler (früher beide Germania Halberstadt) hatten unter anderem schon mal Oberliga- oder Regionalligaluft geschnuppert.

Stadion am Eichholz

Dennoch wurden die Ummendorfer ihrer Favoritenrolle kaum gerecht. Sie hatten zwar etwas mehr Spielanteile, kamen aber höchstens bei Standards zu Abschlüssen. Höhepunkt der ersten 45 Minuten: Der Coach der Ummendorfer forderte mehr Wachsamkeit seiner Schützlinge mit dem Satz „Immer online sein, Männers!“ Ich denke, besser kann man Generation Web 2.0 nicht erreichen. Fast schon schade, dass seine Mannschaft kein Gegentor kassierte. Dann hätte er vielleicht „Error 404“ geflucht.

So nah kam der Ball einem der Tore selten

So wie ich in der Halbzeitpause über den Stadionsprecher fluchen musste. „Ich denke wir haben eine kurzweilige erste Halbzeit gesehen. Möge es nach der Pause so weitergehen!“, sprach der Mann ins Mikro. Hm, welches DFB-Pokal-Spiel er wohl nebenbei auf dem Bildschirm verfolgt hatte? Den Kick hier konnte er unmöglich meinen. Wie immer, wenn ein gegenwärtiges Spiel trist ist, schaute ich natürlich noch in die Vergangenheit der teilnehmenden Clubs. In Ilsenburg wurde 1912 der VfB gegründet, auf den in der DDR die BSG Stahl Ilsenburg folgte. Von 1968 bis 1991 spielte man fast durchgängig drittklassig im DDR-System (Bezirksliga Magdeburg). Für die zweitklassige DDR-Liga reichte es leider nie, beste Endplatzierung war 1972/73 ein 4.Platz in der 3.Liga. Seit der Wende bewegt man sich weiterhin auf gehobenem Bezirksniveau (vorwiegend Landesklasse und Landesliga), nur dass dies im gesamtdeutschen Fussball nicht mehr drittklassig, sondern (gegenwärtig) siebtklassig bedeutet.

197 Zahlende sahen ein torloses Remis

Über die Ummendorfer braucht man dagegen noch nicht viele Worte verlieren. Die wirken so, als haben sie ihre größten Zeiten noch vor sich oder erleben jene just in diesem Augenblick. Der Aufstieg in die Landesliga letztes Jahr und der souveräne Klassenerhalt im Frühjahr 2020 (bei Saisonabbruch befand man sich auf dem 6.Platz) waren jedenfalls die bisher größten sportlichen Höhepunkt des 1910 gegründeten Dorfclubs aus der Magdeburger Börde. Die jüngsten Erfolge und die prominenten Namen im Kader (für Landesligaverhältnisse) deuten darauf hin, dass jemand zwischen Eilsleben und Wefensleben ein paar Taler für den Ummendorfer Fußballsport übrig hat.

Blick zur Gegengerade

Die zweiten 45 Minuten waren, wie eigentlich schon absehbar, genauso beschissen wie die ersten 45. Gott, was sehnte ich mich nach einer Spielballberührung! Letztes Wochenende in Wernigerode, wo der Kick eigentlich ganz akzeptabel war, bekomme ich zweimal den Spielball an meinen Körper gepfeffert und heute fliegt die Lederkugel noch nicht einmal in die Nähe meines Torsos. Somit musste ich gemäß Groundhoppinggesetzbuch bis zum Abpfiff ausharren, um den Ground zählen zu dürfen. Kurwa!

Unterwegs mit meinem riesigen Groundhoppingrucksack

Natürlich blieb es beim 0:0 und ich hielt mir beide Ohren zu, als der Stadionsprecher zu einem weiteren Schwall der Schönrederei ansetzte. Deshalb schnell wieder den riesigen Groundhoppingrucksack geschultert und nichts wie weg zum Bahnhof. Ab nach Hildesheim! Dort war ich gegen 18:30 Uhr mit Bene, Languste und Forello verabredet, die ihrerseits zwischen 16 und 18 Uhr beim Bezirksligapunktspiel MTV Almstedt gegen SV Ambergau Volkersheim weilten (2:3). Leider sollte meine Anreise zu dieser Verabredung in der Hildesheimer Schankwirtschaft „Huckebein“ nicht ganz reibungslos ablaufen.

Am Ilsenburger Bahnhof

Weil der Ilsenburger Fußballkracher anscheinend noch nicht gereicht hatte, um meine Wanderendorphine zu egalisieren, hatte sich die Bahn etwas „Tolles” überlegt. Krankheitsbedingt war ein Stellwerk zwischen Salzgitter und Hildesheim den ganzen Nachmittag unbesetzt gewesen und die Strecke entsprechend gesperrt. Mit dem Zug kam ich somit nur bis Ringelheim, wo dann ein Schienenersatzverkehr eingerichtet war. Schön mit 96 Leuten in einem kleinen Linienbus eine Stunde durch die Landschaft getuckert. Entsprechend war ich auch eine gute halbe Stunde später als geplant im „Huckebein“.

Let’s play Pac-Man

Aber als Bier und Pizza auf dem Tisch standen, sah die Welt schon wieder ganz in Ordnung aus und mit den Freunden wurde noch viel gelacht. Weil die Wanderung wunderbar war und beim Fußballspiel immerhin das Stadion überzeugte, konnte ich außerdem ein positives Gesamtfazit meines Ausfluges ziehen. Schönen Tag und schönen Abend gehabt, da waren Rattenkick und Schienenersatzverkehr nur ganz dezente Mißtöne in meiner samstäglichen Sinfonie. Mehr als sechs Runden Bier und drei Runden Šljivo wurden es  jedoch nicht mehr. Gegen 22 Uhr strich ich die Segel. Denn am nächsten Morgen wollte ich nach Berlin reisen und musste einigermaßen früh raus. Aber wer von morgens bis abends über 40.000 Schritte gegangen ist (ca. 28km), konnte natürlich sehr gut einschlafen.