Stockholm 05/2015

  • 03.05.2015
  • Djurgardens IF – Gefle IF 5:1
  • Allsvenskan (I)
  • Stockholmsarenan (Att: 11.190)

Am 30. April fiel um Punkt 16:30 Uhr die Bürotür ins Schloss. Endlich mal wieder Urlaub. Endlich mal wieder raus aus Deutschland. Aber bevor der Flieger abheben konnte, standen noch ein paar kleine Veranstaltungen auf deutschem Boden an. Da wurde zunächst nach Feierabend das altehrwürdige Oststadtstadion in Hannover-Bothfeld angesteuert. Dort sollte um 19 Uhr der Ball im Bezirkspokal rollen. Der heimische OSV empfing den Klassenkameraden VfL Bückeburg zur Viertelfinalpartie. Staus und Behinderungen auf der A2 sorgten für eine verspätete Gastmannschaft und einen Schlusspfiff nach Einbruch der Dunkelheit. Die Ansetzung auf 19 Uhr auf einer flutlichtlosen Sportanlage hielt ich bereits im Vorfeld für gewagt. Doch da es eine klare Angelegenheit für den OSV wurde (3:0), wird werden die Bückeburger wegen 10 bis 15 Minuten Fußball im Dämmerlicht wohl keinen Einspruch einlegen.

Oststadtstadion Hannover

Nach dem Spiel wurde in Hönnersum in den Mai getanzt und am Folgetag sollte nach dem Katerfrühstück gleich wieder der Ball rollen. Kreispokalhalbfinale in Almstedt. Der örtliche MTV gegen den ruhmreichen SC Schwarz-Gelb Asel, welcher von einem lautstarken Fanbus unterstützt wurde. In einem dramatischen Pokalfight glich Asel die Zwei-Tore-Führung der Hausherren in der 2. Halbzeit aus, um kurz vor Abpfiff letztlich den Todesstoß in Form des 3:2 zu bekommen. Ich gestehe, das ein oder andere Frustbier lief nun die Kehle runter. Das war natürlich für die Aufgaben des 2.Mai nicht optimal, sollte doch bereits 5:43 Uhr ein Zug bestiegen werden. Da die Mitreisenden vom Maibaumaufstellen in Harsum auch sehr arg gekennzeichnet waren, wurde es eine Zugfahrt des Selbstmitleids zum Bremer Flughafen, von wo uns Ryanair in die Nähe Stockholms fliegen sollte.

SC Asel in Almstedt

Ireland’s Finest hob allerdings erst mit drei Stunden Verspätung ab. Das hieß noch länger als befürchtet die vier mitreisenden Asi-Ultras aus Paderborn ertragen. Onkelz-Shirt, Strohhut und schwarz-rot-goldene Kapitänsbinde am Arm, so reist der moderne Wessi-Ultrà also nicht nur zum Ballermann, sondern auch nach Stockholm. Nach Ankunft am Flughafen Stockholm-Skavsta mussten wir sie dann nochmal 90 Minuten im Bus zum Stockholmer ZOB aushalten (Skavsta liegt rund 100 km südlich von Stockholm), was uns durch den positiven Spielverlauf des SCP an diesem Nachmittag nochmal erheblich erschwert wurde.

Schwedische Betthupferl

Dann war endlich Urlaub. Wir checkten nur noch kurz im fussläufig erreichbaren Hotel ein und konnten nun eine erste Erkundungstour durch Schwedens Hauptstadt starten. Da die letzten 48 Stunden aber ihren Tribut forderten, wurden wir nicht mehr ganz zu den größten Stars des Stockholmer Nachtlebens. Gut für den Geldbeutel, schlecht für die Verbesserung der schwedisch-deutschen Beziehungen.

Die Gamla Stan

Sonntag war man nun umso erholter und konnte den ganz großen Touri-Trek in Angriff nehmen. Nachdem bereits am Vorabend Norrmalm und Vasastan erkundet wurden, waren heute ab früh morgens die Gamla Stan, Östermalm, Djurgarden und Södermalm dran. Die Gamla Stan (Altstadt), auf der zentralen Insel Stadsholmen gelegen, ist natürlich ein absolutes Highlight, was sich morgens in Ruhe erschließen lässt. Dort befinden sich u. a. das von Nicodemus Tessin dem Jüngeren erbaute Stockholmer Schloss, sowie die beiden Kirchen Storkyrkan (Nikolaikirche) und Tyska kyrkan (Deutsche Kirche).

Pforte der Deutschen Kirche in der Gamla Stan

Danach ging es vormittags ins eher vornehme Östermalm, wo das Olympiastadion von 1912 für uns die Top-Sehenswürdigkeit war. Wie schade, dass dort kein Fußball mehr gespielt wird (zumindest keine Profifußball-Pflichtspiele). Denn bis vor wenigen Jahren war es noch die Heimat von Djurgardens IF. Deren namensgebender Stadtteil ist übrigens gleich südlich von Östermalm zu finden und besticht durch Schlösser, Museen (u. a. das Vasamuseet) und viel Grün. Denn Djurgarden war dereinst das königliche Jagdrevier.

Olympiastadion von 1912

Zufällig zur Wachablösung kreuzten wir dann mittags am königlichen Schloss auf und durchquerten anschließend nochmals die Gamla Stan (jetzt total überlaufen), um nach Södermalm zu kommen. Södermalm ist wiederum ein sehr lebendiger, szeniger Stadtteil im Süden Stockholms. Er überzeugt u. a. durch exponierte Aussichtspunkte auf Rest-Stockholm, hat aber auch einiges an bildhübscher Bausubstanz zu bieten. Am Südende Södermalms hatten wir laut Smartphone übrigens bereits 25 km in den Beinen und mussten am späten Nachmittag wohl mal eine Pause einlegen, Das taten wir bei einem Jugendfußballspiel von Hammarby IF, bevor es über die nächste Brücke noch einen Stadtteil südlicher ging.

Katarina Kyrka Södermalm

Johanneshov hat auf den ersten Blick nichts für Touristen zu bieten, außer vielleicht die Veranstaltungszentren Globe und Tele2 Arena. In letzterer fand heute Abend das Heimspiel von Djurgardens IF gegen Gefle IF statt. Doch bevor wir das Stadion aufsuchten, schauten wir uns noch die Reste des Söderstadions an (bis vor kurzem noch Heimat von Hammarby IF). Eine Lücke im Bauzaun ließ uns noch letzten Blicke auf die drei verbliebenen Tribünen dieses Stadions erhaschen, während die Bagger eine Tribüne schon komplett abgetragen hatten. Heimat von Hammarby IF, wie auch von Djurgardens IF, war nun die topmoderne Tele2 Arena nebenan. Schade, denn dieses reine Fussballstadion versprühte extrem schönes Oldschoolflair.

Lost Ground Söderstadion

Die neue Arena, mit ihrem verschließbaren Dach, wirkte dagegen wie ein Symbol des Modernen Fussballs. Aber auch solche Arenen finde ich natürlich interessant. Für sie sprachen u. a. die tolle Akustik und nach fast 30 km Fußmarsch ausnahmsweise auch mal die gepolsterten Klappsitze. Ausreichend (richtige) Stehplätze sind übrigens hinter beiden Toren vorhanden. Was in der silbrig-grau gehaltenen Arena fehlte, war ein individuelles Flair. Für Farbe mussten allein die Fans sorgen. Arenen wie diese sind leider absolut austauschbar. Kennst du eine, kennst du alle. Gerade wenn man bedenkt, dass Djurgardens IF mit dem Olympiastadion eines der historischsten (und individuellsten) Stadien der Welt als Heimat hatte, ist dieser Schritt in die Moderne kein begrüßenswerter. Aber man muss wohl leider mit der Zeit gehen, um konkurrenzfähig gegenüber AIK und Hammarby IF bleiben.

Ankunft an der Arena

Meiner Bitte nach neutralen Karten wurde von der Kassendame irgendwie nicht entsprochen. In unserem Block neben den Stehplätzen der DIF-Supporter sammelten sich nach und nach Träger der Marken Stone Island, Lyle & Scott und Aquascutum. Noch bevor wir ganz von ihnen umringt waren, wechselten wir in einen Block auf der gegenüber liegenden Tribüne. Von dort ließ sich in Ruhe Fußball gucken. Es wurde ein ungefährdeter 5:1 Sieg für DIF gegen Gefle [Tore: 1:0 Jesper Arvidsson (6., Elfmeter), 2:0 Daniel Berntsen (21.), 3:0 Kevin Walker (40.), 4:0 Omar Colley (52.), 4:1 Johan Bertilsson (54.), 5:1 Sebastian Andersson (68.)].

Die neue Arena von DIF und HIF

Mangels Spannung auf dem Rasen blieb genug Zeit für Beobachtungen im Stadion. Es gab zum Beispiel virtuelle Interaktionen mit den Fans via Anzeigetafel. Instagram-Fotos und Twitter-Tweets mit #tele2arena wurden dort durchgehend präsentiert. Aber wohl mehr ein Gimmick für das Haupttribünenpublikum. Hinter’m Tor und auf der Gegengerade wurde derweil von etlichen Tausend der insgesamt 11.190 Zuschauer gestanden und eifrig supportet. Alles in allem sehr britisch. Wenig Abwechslung, wenig melodisch, keine Trommeln oder anderen Musikinstrumente, aber immer ordentlich laut.

Die Gegengerade

Ansonsten blieb auf jeden Fall noch das DIF-Maskottchen in Erinnerung. Ein mutmaßlicher Hase mit einem Stielkochtopf auf den Kopf. Warum, wieso, weshalb? Kein Plan! Wussten die Schweden auch nicht. „No idea. I think he’s just retarded.“ Und außerdem bemerkenswert; der Kinderblock neben dem eigentlichen Fanblock. Sie sahen aus wie die großen Vorbilder nebenan, mit ihren Fahnen und Casualwear in XS, aber waren halt alles noch präpubertäre Pökse. Für Nachwuchs ist bei der Nummer 3 der Stadt (in Sachen Zuschauerzuspruch) also gesorgt. AIK und Hammarby ziehen in Stockholm nämlich ein bißchen mehr Publikum, als der als etwas vornehmer geltende Club Djurgardens IF. Dafür ist man mit elf Meistertiteln genauso erfolgreich wie AIK, während „Arbeiterclub“ Hammarby IF erste eine Meisterschaft erinngen konnte.

DIF Supporters

Nach Abpfiff ging es zügig zur nächsten T-Bana-Station (Tunnelbanan, Stockholms sensationelle U-Bahn), wo die Tickets wie alles in Schweden, selbst ein Kaffee oder eine Packung Kaugummis, mit Kreditkarte bezahlt werden mussten. Zumindest am Automaten oder Schalter. Tickets gegen Cash sind wohl nur an Kiosken käuflich zu erwerben. Die schnelle Bahn (bis zu 90km/h) brachte uns in wenigen Minuten in unser Wahlviertel Norrmalm, wo wir den Sonntagabend entspannt bei landestypischen Spezialitäten ausklingen ließen.

  • 04.05.2015
  • AIK – Hammarby IF 2:0
  • Allsvenskan (I)
  • Nationalarenan (Att: 42.860)

Am Montag musste schon wieder früh aufgestanden werden. Wir sollten um 10 Uhr unsere reservierten Tickets für das nahezu ausverkaufte heutige Derby AIK vs. Hammarby im Fanshop am Stadion abholen. Mit dem Pendeltäg (Regionalzug) fuhren wir in die Trabantenstadt Solna, wo der SLO (Supporters Liason Officer) von AIK drei Karten für uns hinterlegt hatte. Zur Mittagszeit waren wir dann wieder in Stockholms Zentrum, wo heute die Insel Skeppsholmen unser heutiges Touri-Ziel war.

Blick von Skeppsholmen auf Schloss und Gamla Stan

Am frühen Nachmittag ging es abermals nach Solna (diesmal mit der T-Bana), wo ein Pub am vor kurzen abgerissenen schwedischen Nationalstadion (Råsundastadion) der Treffpunkt der Ultras Nord 02 war. Die waren nicht besonders gut gelaunt, da die Polizei im Stadion just den Fancontainer aufgebrochen hatte, um dort (vergeblich) Pyro, Waffen, Drogen, geschleuste Flüchtlinge oder was auch immer zu finden. Nach ein paar Bier und guten Gesprächen brachen wir zum Treffpunkt der anderen großen Ultràgruppe Sol Invictus auf. Die waren in einer Bar in Hagalund und von dort ging es verhältnismäßig früh zum Stadion, wo bei ein paar Lightbieren* weitergeklönt wurde.

Das neue Nationalstadion

Doch ein Stockholmer Derby lässt sich auch wunderbar ohne Alkoholrausch genießen, denn hier trafen zwei Top-Szenen aufeinander, die eine tiefe Rivalität kultiviert haben. Schon die Intros in den Kurven mussten keinen internationalen Vergleich scheuen. Da begeisterte zum einen AIK mit einer Choreographie aus Pappen, Bahnen, Doppelhaltern u. v. m. Die hatte die ganzen Trophäen, die man seit Vereinsgründung so einheimste, zum Thema. Während der Trophäenschrank von Hammarby bekanntlich so leer wie die Ladenzeile im Ihmezentrum ist (nur 1x Meister).

Choreo AIK

Hammarby wartete ebenso mit einer Choreographie auf. Ein grün-weißes Andreaskreuz und ein Schwedenkönig sollten wohl die (heimliche) Herrschaft Hammarbys über Stockholm suggerieren. Am Ende dieses Intros wurden in der ersten Reihe noch diverse blinkende Bengalos entzündet. Nett! Also 1:1 nach Choreos und danach lange 0:0 auf dem Rasen. Der Aufsteiger aus Södermalm stand wirklich sehr gut und ließ kaum Chancen von AIK zu. Unterstützt wurden die Spieler von einer frenetischen Gästekurve. Dass war teilweise brutal laut und sehr geschlossen. Und die Heimkurve stand dem akustisch auch wenig nach. Abzüge in der B-Note gab nur dafür, dass man mit melodischem Sing-Sang manches Mal die eigene Kurve in den Schlaf sang. Bei den AIK-Klassikern dagegen schmetterten Heimkurve und Gegengerade dem Gast ein paar Dezibel mehr entgegen.

Choreo Hammarby

Ansonsten blieb von der ersten Hälfte noch die 27. Minute besonders hängen. Sie wurde dem vor fast genau zwei Jahren plötzlich verstorbenen kroatischen AIK-Keeper Ivan Turina gewidmet. Jener starb mitten in der Saison 2013 an einem angeborenen Herzfehler und hinterließ seine schwangere Ehefrau und zwei kleine Töchter. Schon vor dem Spiel waren die Witwe und die drei Kinder auf dem Platz mit Blumen empfangen worden. Bewegende Szenen, bei denen auch die Gästefans applaudierend Anteil nahmen, als die rund 30.000 AIK zugeneigten Zuschauer minutenlang den Namen Turinas skandierten. In besagter 27. Minute – die 27 war Turinas bevorzugte Trikotnummer – gab es nun noch ein kleines kroatisches Fahnenmeer und ein symbolisches Bengalo. Dazu Ivan-Turina-Wechselgesänge zwischen den Tribünen. Ehre, wem Ehre gebührt!

Gedenken an Ivan Turina

Mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es wenig später in die Pause. Der Allmänna Idrottsklubben war zwar die dominierende Elf, aber eine hundertprozentige Torchance wollte in den ersten 45 Minuten einfach nicht herausspringen. Damit der Funke von den Rängen endlich übersprang, sorgten Ultras Nord, Black Army, Sol Invictus und Co zu Beginn der 2. Halbzeit für über 100 Leuchtfeuer. Ein absolut beeindruckendes Bild und nach 15 Minuten Unterbrechung (da in der modernen Arena der Qualm einfach nicht abziehen wollte), zündete die Heimmannschaft endlich auch ein Feuerwerk auf dem Rasen.

Fackelei

Das 1:0 fiel in der 56. Minute (durch Goitom) und von nun an spielte sich AIK regelrecht in einen Rausch. Denn während in der ersten Hälfte die Dribblings immer irgendwo hängen blieben und der letzte Pass gerade noch abgefangen wurde, klappte nun fast alles. Das 2:0 war daher auch nur eine Frage der Zeit und fiel in der 75. Minute (Sundberg). Bejubelt wurden die Tore jeweils mit massig Pyro, was kurze, aber sicherlich verschmerzbare Verzögerungen des Wiederanpfiffs zur Folge hatte. So mussten die knapp 43.000 zahlenden Zuschauer halt etwas später, aber mehrheitlich sehr zufrieden den Heimweg antreten.

Kleines Fahnenmeer

Damit war die Friends Arena, das neue Nationalstadion Schwedens, übrigens fast ausverkauft gewesen. Denn aus Sicherheitsgründen limitierte man die Karten heute auf 44.000 Stück, obwohl die nach der schwedischen Initiative gegen Gewalt und Mobbing an Schulen benannte Arena eigentlich 50.000 Zuschauer fasst. Es sind vielleicht derlei Derbysiege, die dem AIK-Anhang – der immer noch dem Råsundastadion nachtrauert – langsam eine emotionale Bindung zur neuen Heimat wachsen lassen. Das Råsunda ist das erste (und hoffentlich letzte) WM-Endspielstadion (1958), welches komplett abgerissen wurde. Anderswo, z. B. in Bern, mag das erneuerte Stadion vielleicht kaum noch an das alte WM-Stadion erinnern, aber ein kompletter Abriss zugunsten von Bauland ist bisher einmalig.

Pyro AIK

Immerhin blieb der schwedische Verband weiterhin in Solna. Denn zunächst war der Standort der jetzigen Tele2 Arena im Süden Stockholms für das neue Nationalstadion im Gespräch. Dann hätte AIK entweder Solna verlassen oder ein eigenes Stadionprojekt wuppen müssen. Denn auch wenn Allmänna Idrottsklubben 1891 in Stockholm gegründet wurde und Fans im ganzen Großraum der Hauptstadt hat, sind Verein und Fans mittlerweile seit Jahrzehnten in Solna zuhause. Ein gemeinsames Stadionprojekt mit einem der beiden großen Rivalen stieß ergo auf breite Ablehnung in der Fanszene und kam dadurch gar nicht über erste Sondierungen hinaus. Stattdessen spottet man genüsslich über DIF und HIF, die nicht nur wie AIK in einem neuen sterilen Kommerztempel spielen müssen, sondern sich diesen auch noch mit einem Erzrivalen teilen müssen.

Adieu du Arena

Nach dem Spiel brachte uns der (extrem) überfüllte Pendeltäg in ungesunder Körperhaltung von Solna zurück nach Stockholm und der unverzichtbare internationale Kebab-Test konnte stattfinden. Es bleibt weiterhin dabei, den besten Döner gibt es in Deutschland. Schweden wartete mit vielen dünnen und würzigen Fleischstücken in einem dünnen Pitabrot auf, welches beim Reinbeißen auseinander fiel. Das erklärte dann auch die mitgereichten Gabeln. Neben Fleisch, Kraut, Tomate und Gurke gab es fade Tomaten- und Knoblauchsauce, aber auch stolze neun Peperonis. Dennoch, für umgerechnet 7 € ein unbefriedigender Schmaus.

Der Stortorget in der Gamla Stan

Am nächsten Morgen erwartete uns eine verregnete Stadt, so dass uns die heutige Rückreise nach einem letzten Altstadtbummel etwas leichter fiel. Insgesamt aber ein fantastischer Trip, für den wenige hundert Euro lohnend investiert waren. Stockholm, auf bald!

Song of the Tour: Ein bisschen AIK-Rock

*Das Lightbier war nicht dem Derby, sondern der allgemeinen strengen Alkoholpolitik in Schweden geschuldet. Wie vielleicht bekannt sein dürfte, sind alle alkoholischen Getränke >3,5 % nur in staatlichen Läden namens Systembolaget käuflich zu erwerben und sündhaft teuer. Oder halt in der lizensierten Gastronomie für ebenso teures Geld zu konsumieren. Nichtsdestotrotz trinkt der Schwede gerne und viel, wovon man sich an Wochenenden auch problemlos in Stockholms Nachtleben überzeugen kann.