Parma 12/2025

  • 27.12.2025
  • Parma Calcio – ACF Fiorentina 1:0
  • Serie A (I)
  • Stadio Ennio Tardini (Att: 20.658)

2025 zog es mich zum Jahresausklang mal nicht nach Großbritannien, sondern in den Süden unseres Kontinents. Nachdem Heiligabend und der 1. Weihnachtstag gewohnt im Kreise meiner Familie verbracht wurden, sollte es am zweiten Weihnachtsmorgen mit Max, Kaja und El Glatto gen Italien gehen. Die Vorfreude wurde jedoch kurz vor der Abreise durch die gesundheitsbedingte Absage von El Glatto getrübt. Dass ihm nun etwas Bahnchaos erspart blieb, wird für den armen Kerl leider kein Trost gewesen sein.

Immerhin ermöglichte mir der Umweg über Hannover noch einen kleinen Imbiss

Die meinerseits 121,23 € teure Bahnreise Hildesheim – Chiasso (Pias) – Hildesheim begann nämlich nicht wie geplant um 8:19 Uhr in meiner Heimatstadt. Der entsprechende Halt entfiel leider kurzfristig wegen einer Weichenstörung. Immerhin wurde es mir noch rechtzeitig von der DB kommuniziert, um die S-Bahn nach Hannover um 8:06 Uhr zu bekommen. So klappte es auf einer alternativen Route doch mit dem Anschlusszug in Basel, wo ich um 14:48 Uhr von Max und Kaja mit ein paar eiskalten Dosen Quöllfrisch empfangen wurde (für die beiden hatte die Reise bereits um 6:21 Uhr in Hamburg begonnen).

Appenzeller Biergenuss

Zu dritt ging es nun um 15:04 Uhr per EuroCity einmal quer durch die Schweiz, ehe es ab Chiasso per Nahverkehr (5,20 € pro Person) weiter nach Sesto San Giovanni ging. Denn in jener um 19:17 Uhr erreichten Vorstadt von Milano (Mailand) hatten wir uns preiswert im B&B Hotel einquartieren können (in meinem Fall waren dort 153 € für drei Übernachtungen ohne Frühstück fällig geworden).

Abendessen

Nachdem die Zimmer bezogen waren, musste natürlich noch ein Abendessen her. Allerdings hatte am 2. Weihnachtstag in Sesto San Giovanni fast alles an Gastronomie geschlossen. Die einzige Ausnahme im Hotelumfeld war die Pizzeria San Michele, wo als Einstieg erstmal zwei Portionen Bruschetta geordert wurden. Ferner entschieden sich Max und Kaja für je eine Tonno e Cippola, wohingegen ich mir eine Calzone mit Porcini, Prosciutto crudo und vier Käsesorten bestellte. Am Ende waren für die Speisen, sowie eine Flasche Weißwein und eine Flasche Wasser 53 € zu entrichten.

Ein neuer Tag bricht an

Am nächsten Morgen trafen wir uns um 8 Uhr in der Hotellobby. Denn heute stand mit Parma Calcio gegen Fiorentina das erste Fußballspiel der Tour auf dem Programm. 9:21 Uhr war Abfahrt am Bahnhof Milano Centrale und immerhin war zuvor noch ein schnelles Frühstück in Form von Espressi und Cornetti drin. Mit dieser Grundlage im Magen transportierte uns der pro Person 12,10 € teure Regionalzug binnen 90 Minuten an den Zielort, wo wir in der Mittagssonne sogleich einen ersten Spaziergang durch das Centro storico der 199.000-Einwohner-Stadt machten.

Streifzug durch die Altstadt von Parma

Da bereits um 12:30 Uhr im hiesigen Stadio Ennio Tardini der Ball rollen sollte, war dieser Streifzug durch das historische Standzentrum von Parma allerdings alles andere als ziellos. Wir erreichten die 1924 als Stadio Comunale eröffnete Spielstätte von Parma Calcio letztlich eine halbe Stunde vor Anpfiff und freuten uns über großen Andrang. Denn insgesamt 20.658 Zuschauer – darunter auch ca. 3.500 Schlachtenbummler aus Firenze (Florenz) – sollten heute für das Duell zweier früherer Europapokalsieger* die Drehkreuze passieren.

Parmas ausverkaufte Nordkurve

Mit einer ersten Runde Bier auf der Faust (0,4 l Bud à 5 €) nahmen wir dann unsere je 41,50 € teuren Sitzplätze im Oberrang der Gegengerade ein und blickten erwartungsvoll auf die zwei prall gefüllten Kurven. Heimseitig war gleich von Anfang an Alarm, während der große Gästeanhang wahrscheinlich etwas länger anstehen musste. Jedenfalls war der Mob erst kurz nach Anpfiff komplett drinnen und flaggte somit verspätet an.

Die heute ebenfalls gut gefüllte Gästekurve

Die Tifosi aus der Toskana ließen aber auch nicht lange mit organisiertem Support warten und hofften damit ihren Beitrag für einen eminent wichtigen Auswärtserfolg zu leisten. Denn der Sechste der Vorsaison war mit zunächst sechs Punkteteilungen und neun Niederlagen katastrophal in die neue Spielzeit gestartet. Erst am Vorwochenende durfte man den ersten Sieg feiern und konnte damit neue Hoffnung auf den Klassenerhalt wecken.

Blick zur Haupttribüne

Nichtsdestotrotz ziert die 1926 gegründete Associazione Calcio Fiorentina mit gerade einmal neun Punkten weiterhin das Tabellenende der Serie A und musste am besten gleich heute nachlegen. Zumal die Hausherren auch nur fünf Punkte mehr auf der Habenseite verbuchen konnten und damit aktuell knapp über dem Strich stehen. Ergo würde die Viola mit einem Auswärtssieg den Abstand zum rettenden Ufer erstmal wieder auf zwei Punkte reduzieren.

Molte teste…

Bei dieser tabellarischen Ausgangssituation brauchte natürlich niemand mit einem Fußballfest rechnen. Zumal die Fiorentina sich vorerst auf’s Verteidigen beschränkte und Parma das Heft des Handels nur zaghaft in die Hand nahm. Lediglich Sörensen (13.) und Ondrejka (18.) feuerten im ersten Durchgang ernsthafte Warnschüsse auf das Gästegehäuse ab, während ein Kopfball von Kean auf der Gegenseite mal kurz für Torgefahr sorgte (28.).

Giuseppe Verdi zeigt den Gästen eine obszöne Geste

Dafür startete die zweite Hälfte dramaturgisch perfekt. Wir waren gerade erst vom Bierstand zurück, als Sörensen die Führung für die Parmigiani köpfen konnte (48.). Das sorgte natürlich für große Freude auf drei der vier Tribünen, wobei in der Curva Nord Matteo Bagnaresi*** der Jubel auch noch von landestypischen Knallkörpern begleitet wurde. Nebenbei übrigens eine bemerkenswerte Kurve, da dort strukturell seit fast 50 Jahren eine gewisse Kontinuität herrscht. Denn während die Pioniergruppen der Ultrakultur sich in Italien vielerorts irgendwann doch überlebt hatten, sind in Parma zahlreiche Generationswechsel so gut gelungen, dass die 1977 gegründeten Boys – heute übrigens unterstützt von Fanfreunden aus Wien (Tornados) und Bordeaux (Ultramarines) – bis heute die führende Gruppe sind.

Freude über die Führung

Die Kurve der Fiorentina ist hingegen eher eins der Gegenbeispiele. Hier existieren zwar mit Vieusseux und Settebello zwei organisierte Fangruppen ununterbrochen seit Mitte der 1960er Jahre. Allerdings sind die dortigen Wegbereiter der Ultrabewegung, namentlich die Ultras Viola (gegründet 1973) und das Collettivo Autonomo Viola (1978), bereits Geschichte. Die Gegenwart wird seit 2011 von der Gruppe Unonoveduesei geprägt. In deren Schatten existieren existieren sowohl ältere Zusammenschlüsse wie Quinto (1989), Gruppo Piagge (1992) oder Marasma (1993) als auch organisierte Fangruppen jüngeren Alters wie Quelli di sempre (2012) oder Pride of Florence (2013).

Die Banner von Quelli di sempre, Marasma und Gruppo Piagge

Alle diese Gruppen goutierten heute gemeinsam, dass ihre Mannschaft sich um eine schnelle Antwort auf das Gegentor bemühte. Doch während der kommenden Sturm- und Drangphase scheiterten u. a. Ndour (54.) und Comuzzo (63.) aus aussichtsreicher Position an Parmas starkem Schlussmann Corvi. Der 1913 als Verdi AC gegründete Hausherr kam hingegen kaum zu Entlastungsangriffen und verbrachte den Großteil der zweiten Halbzeit in der eigenen Hälfte.

Die Uhr tickte gegen die Fiorentina

Da wurde die Uhr bald zum zwölften Mann der Gialloblu. Denn die tickte gnadenlos gegen die bemühten, aber glücklosen Gäste. Einen entscheidenden Impuls für die Schlussphase erhoffte sich deren Trainer Vanoli zwar noch mit der Einwechslung von Robin Gosens (76.). Doch beim Comeback nach langer Verletzungspause fand der deutsche Nationalspieler nicht wirklich ins Spiel. Am Ende mussten sich Gosens & Co deshalb knapp geschlagen geben.

Ein Spieler aus jeder Nation, aber nur ein Punkt über der Abstiegszone – Krause & Co**, sind das eure Ambitionen?

Dieser neuerliche Rückschlag ließ prompt die Stimmung bei den mitgereisten Fans kippen und die Mannschaft bekam von den Fans ’ne Menge verbalen Frust ab. Zu groß ist offenbar die Angst, dass erste Saisonsieg nur eine Anomalie war und dem Herzensverein ab Sommer eine Zukunft in der Serie B bevorsteht. Wenngleich Parma sich mit dem heutigen Heimsieg etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen konnte, teilen die hiesigen Fans ähnliche Sorgen und hatten das zwischendurch auch auf Tapete postuliert (siehe Foto und Fußnote). Nichtsdestotrotz endete ihr Kalenderjahr 2025 heute halbwegs versöhnlich.

Das klassizistische Casinetto Petitot (18. Jahrhundert) neben dem Stadio Ennio Tardini

Nach dem Spiel sollte der Nachmittag unsererseits natürlich noch für die touristische Erkundung von Parma genutzt werden. Allerdings brauchten wir dafür etwas Energie und holten uns diese in einer kleinen Kaffeebar namens Lino’s Coffee. Dort durfte uns der hiesige Barista zunächst drei Bicerin**** zubereiten, ehe wir ihn auch zum Aufschneiden, Belegen und Rösten von zwei Pucce aufforderten.

Ein Bicerin

Kaja und Max genossen alsbald eine Puccia Caprese (mit u. a. Tomate, Mozzarella und Basilikum), während ich diese apulische Fladenbrotspezialität mit u. a. Scamorza und natürlich dem weltberühmten lokalen Exportschlager Prosciutto di Parma orderte. Kostete am Ende zusammen mit den Heißgetränken faire 18,60 €.

Meine Puccia mit Prosciutto di Parma

Nach der Stärkung spazierten wir nochmal ohne den Zeitdruck des Vormittags die Sehenswürdigkeiten der Altstadt ab. Denn da die Stadt Parma bereits in der Antike besiedelt war, im Jahre 184 v. Chr. römische Kolonie wurde, im Mittelalter zur Stadtrepublik aufstieg und von 1545 bis 1860 als Residenzstadt eines Herzogtums fungierte, gab es aus vielen Epochen etwas zu entdecken.

Links der Palazzo del Comune (17. Jahrhundert), rechts der Palazzo del Podestà (13. Jahrhundert)

Als sehr eindrucksvoll empfanden wir beispielsweise die Piazza Garibaldi im Herzen der Altstadt. Seit der Römerzeit ist dieser Platz das Zentrum des öffentlichen Lebens und bekam über die Jahrhunderte einige repräsentative Bauwerke an den Rand gestellt. So war der im 13. Jahrhundert erbaute Palazzo del Podestà das Machtzentrum im Hochmittelalter. Der Podestà war vereinfacht dargestellt der Bürgermeister und sein früherer Palast bildet ein Ensemble mit dem ursprünglich ebenfalls im 13. Jahrhundert als Sitz der Stadtverwaltung errichteten Palazzo del Comune (allerdings bekam der Palazzo del Comune im 16. Jahrhundert ein Renaissanceantlitz).

Der Palazzo del Governatore (18. Jahrhundert)

Ebenfalls an der Piazza Garibaldi zu finden ist der auch im 13. Jahrhundert errichtete Palazzo del Governatore. Im Mittelalter fungierte das Bauwerk noch als Palazzo dei Mercanti (Palast der Kaufleute), doch im 16. Jahrhundert wurde es zum Sitz des Capitano (Stadtkapitän) umfunktioniert. Ferner begann im 18. Jahrhundert ein großangelegter Umbau im Stile des Klassizismus. Als das Ducato di Parma (Herzogtum Parma) schließlich 1815 an Österreich fiel, logierte fortan der von den Habsburgern eingesetzte Gouverneur in diesem Palast. Darüber hinaus beauftragte Erzherzogin Marie-Louise von Österreich (* 1791; † 1847), die ihren Lebensabend in Parma verbrachte, die Installation einer großen Sonnenuhr an der Fassade.

Unterwegs in den Gassen der Altstadt

Auch abseits der Piazza Garibaldi gibt es einige prächtige Palazzi zu bestaunen. Die meisten stammen aus der Renaissance, als die Adelsfamilie Farnese das Herzogtum beherrschte und in den Bereichen Kunst, Kultur und Architektur für eine große Blütezeit sorgte. Der Palazzo della Pilotta (16. Jahrhundert) mit dem angeschlossenen Teatro Farnese (17.Jahrhundert) und der Palazzo del Giardino (16. Jahrhundert) sind dabei zuvorderst zu nennen.

Ostansicht der Cattedrale di Santa Maria Assunta

Außerdem fehlt es Parma natürlich auch nicht an sehenswerten Kirchengebäuden. Allen voran die im 11. Jahrhundert erbaute Cattedrale di Santa Maria Assunta (Kathedrale Mariä Himmelfahrt). Jener 1106 geweihte Dom von Parma ist ein herausragendes Bauwerk der Romanik, welches mit einem frühgotischen freistehenden Glockenturm und einem ebenfalls frühgotischen Baptisterium (beides 13. Jahrhundert) ein sehr fotogenes Ensemble bildet (siehe Titelbild).

Das Langhaus der Kathedrale

Doch im Inneren wird es noch schöner. Hier beeindruckte uns eine Mischung aus harmonischer Raumstruktur und reicher Zier der Wände und Decken. Hervorzuheben sind dabei die Reliefs des Bildhauers Benedetto Antelami (1170er Jahre) und das Kuppelfresko von Antonio da Correggio (1520er Jahre). Jenes Fresko hat passend zum Patrozinium der Kirche die Mariä Himmelfahrt zum Thema und ist ein stilprägendes Meisterwerk der Renaissance. Die illusionistische Deckenmalerei, bei der die perspektivische Verkürzung einen Strudel in die göttliche Unendlichkeit zu stilisieren scheint, fand in der Folgezeit noch viele Nachahmer.

Das Kuppelfresko von Correggio

Nach dem sakralen Höhepunkt des Tages war es bereits 17 Uhr und damit an der Zeit für einen Aperitivo. Den durfte uns unweit des Doms die Bar e Caffetteria Mistrali in Form von Campari Spritz und Aperol Spritz servieren. Dazu reichte man uns ein paar Knabbereien und verlangte am Ende für insgesamt sechs Drinks 39 €.

17 Uhr war Aperitivo-Zeit

Es folgte ein kleiner Abendspaziergang durch die teils festlich illuminierten Gassen der Altstadt. Dort wurden wir heute das zweite Mal auf Giuseppe Verdi (* 1813; † 1901) aufmerksam gemacht. Denn nachdem uns der unweit von Parma geborene Komponist bereits im Stadion auf einem Doppelhalter der Boys Parma präsentiert wurde, leuchteten in einer Gasse einige Verse seines Chorwerks „Va, pensiero“ aus der Oper Nabucco.

Abendspaziergang mit Zeilen aus Verdis Oper Nabucco

Da passte es perfekt, dass unser für das Abendessen ausgewähltes Restaurant nach einer weiteren Oper von Verdi benannt wurde. Im Il Trovatore (deutscher Titel: Der Troubadour) hingen an den Wänden zahlreiche Bilder mit dem Konterfei des Komponisten und auch sonst widmete sich die Deko größtenteils dem Künstler und seinen Werken.

Um 19 Uhr startete das Abendessen mit Parmigiano Reggiano

Da komponierten wir uns doch gern anhand der Speisekarte einen Ausflug in die zurecht viel gerühmte Küche der Emilia-Romagna. Unser Libretto bestand aus Pane, Parmigiano Reggiano und Aceto Balsamico. Als erster Akt folgten bei Kaja die Tortelli d’erbetta (mit Ricotta und Kräutern gefüllte Teigtaschen), bei Max die Gnocchi con crema di parmigiano e noci (Kartoffelklößchen mit Käsecreme und Haselnuss) und bei mir die Tagliatelle al ragù di strolghino (Bandnudeln mit einem Ragout der lokalen Wurstspezialität Strolghino).

Tagliatelle al ragù di strolghino

Im zweiten Akt teilten sich Max und Kaja eine Portion Parmigiana di melanzane (Auberginenauflauf mit Tomate, Mozzarella und Parmigiano Reggiano), während ich es mit Vecchia di cavallo auf eine viel gerühmte Spezialität der Stadt Parma abgesehen hatte. Hinter jenem „Alten Gaul“ verbirgt sich ein Schmorgericht mit den Hauptzutaten Pferdehackfleisch, Kartoffeln, Paprika und Tomate.

Vecchia di cavallo

Zusammen mir einer Flasche Wasser, einer Flasche Hauswein und drei Kaffee kamen wir am Ende auf eine Rechnungssumme von 115 € und nachdem die beglichen war, ging es schnurstracks zum Bahnhof. Denn der von uns angepeilte Regionalzug startete um 21 Uhr seine Fahrt von Parma nach Milano (abermals 12,10 € pro Person). Gute zwei Stunden nach der Abfahrt waren wir zurück im Hotel und läuteten sehr zufrieden die Nachtruhe ein.

Song of the Tour: Parmas Antwort auf die Beatles

*Die Fiorentina konnte 1961 den UEFA Cup Winners‘ Cup (Europapokal der Pokalsieger) gewinnen, wohingegen Parma die gleiche Trophäe im Jahre 1993 in die Höhe recken durfte. Außerdem triumphierten die Parmigiani 1995 und 1999 auch zweimal im UEFA Cup (Vorläufer der heutigen UEFA Europa League), so dass insgesamt drei europäische Trophäen die Vereinsvitrine schmücken.

**Der us-amerikanische Unternehmer Kyle Krause, respektive dessen Gesellschaft Krause Group Italia hält seit dem 18. September 2020 99 % der Anteile von Parma Calcio. Gleich im ersten Jahr nach seinem Einstieg musste der Investor den Abstieg in die Serie B hinnehmen. 2024 gelang dann die Rückkehr in die Serie A und man schaffte am Ende als Sechzehnter den Klassenerhalt. Dass trotz großer Investitionen – insgesamt sollen seit 2020 über 500 Mio € in Mannschaft und Infrastruktur geflossen sein – auch in dieser Saison um den Ligaverbleib gezittert werden muss, sehen viele Fans jedoch als unbefriedigend an. Man befürchtet, dass die glücklose Personalpolitik des Eigentümers wieder in die Serie B führt, wo man mit einem großen Schuldenberg um die Existenz des Clubs bangen müsste.

***Matteo Bagnaresi war ein führendes Mitglied der Boys, welches am 30. März 2008 auf dem Weg zu einem Auswärtsspiel bei Juventus von einem gegnerischen Fanbus auf einer Autobahnraststätte überrollt wurde und noch vor Ort seinen Verletzungen erlag.

****Der Bicerin ist eine im 18. Jahrhundert in Torino (Turin) kreierte Kaffeespezialität, bei der sich der Espresso das Gläschen mit heißer Schokolade und Milchschaum teilt.